27.10.2017, 01:03 Uhr

Wo Wein und Schnecken süß schmecken

www.bbs-weyer.atDass Niederösterreich, Wien und das Burgenland die Spitzenregionen des
österreichischen Weinbaus sind, ist ja schon lange kein Geheimnis mehr.
Dass die dortigen Winzer aber bereits weltweit Furore machen, ist die
Folge langjähriger hochqualitativer Arbeit. Und diesen Winzern auf der
Spur zu sein ist spannend und hochinteressant.
Den angehenden Jungsommeliers der Berufsbildenden Schulen Weyer, das
sind die beiden dritten Klassen der Hotelfachschule (3 Jahre) und der Höheren
Lehranstalt für Tourismus (5 Jahre)
, unter der Leitung von Dipl. Sommelier Martin
Eibenberger
wurden unzählige önologische Eindrücke geboten.

Am ersten Tag führte die Exkursion durch die Wachau und das Kremstal
nach Langenlois zum Starwinzer Fred Loimer. Als nächstes wartete der
Stammersdorfer Topwinzer Fritz Wieninger, der in den vergangenen Jahren
den Wiener Gemischten Satz wieder stärker ins Rampenlicht rücken konnte.
Den Abschluss des ersten Tages bildete noch auf Wiener Gemeindegebiet
eine Verkostung bei Schneckenzüchter Mag. Andreas Gugumuck. Man staunte
nicht schlecht, dass sich aus Weinbergschnecken ganze Menüs
zusammenstellen lassen. Schnecke in Knoblauchbutter war ja bekannt, aber
dass sich perfekte Menüs rund um dieses tolle Produkt kreieren lassen
und man sie als Dessert in weißer oder dunkler Schokolade tunkt, war
niemandem bekannt.
Am folgenden Tag war das Weinbaugebiet Burgenland/ Neusiedlersee an der
Reihe. Josef Umathum (sein Name bürgt schon für höchste Qualität) in
Frauenkirchen begeisterte mit einem zweistündigen Vortrag über
biodynamischen Weinbau die zukünftigen Weinexperten.
Etwas später besuchte man das Weingut des Süßweinherstellers Gerhard
Kracher in Illmitz, wo die Herstellung und Ausbaustile des „süßen
Goldes“ auf eindrucksvolle Weise erklärt wurden.
Seine Prädikate werden auf der ganzen Welt geliebt und geschätzt.
Den Abschluss an diesem Tag bildete ein Besuch der Sektkellerei Szigeti
in Gols. Originell war das Köpfen von Sektflaschen mittels Sabriersäbel.
Am Abend stand ein Besuch im Gasthaus zur Dankbarkeit in Podersdorf mit
einem fünfgängigen Degustationsmenü am Programm.
Der interessante Abschluss dieser dreitägigen Tour de Vin fand im
Weingut Claus Preisinger in Gols statt. Hier ging es um den Ursprung des
Weins und die Aufbereitung der modernen „Orange Wines“. Die Philosophie
des Weinguts besteht auch darin, die Trauben mit den Schalen in Amphoren
(großen Tonkrügen) vergären zu lassen. Diese Produkte finden Liebhaber
ebenfalls rund um den Globus.
Durch diese außergewöhnliche und praxisorientierte Ausbildung sind die
Absolventen der Tourismusschulen Weyer nicht nur in der gehobenen
Gastronomie sehr gefragt, sondern auch mittlerweile im Verkauf und
Marketing bei Topwinzern beschäftigt.

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