11.04.2017, 10:22 Uhr

Ybbstaler pecken jedes Ei

Pfarrer gegen Ortschef: Biela Jacek und Josef Forster.

Kampfeier, Luftlöcher und göttlicher Beistand: So gewinnen die Ybbstaler die Eierpeck-Challenge.

WAIDHOFEN/YBBSTAL. Bürgermeister gegen Pfarrer, SPÖ gegen ÖVP, Schüler gegen Lehrer, Waidhofen gegen Scheibbs. Beim österlichen Eierkampf zeigen die Ybbstaler, wie man das Eierpecken gewinnt.

Landtags-Match als Ei-Orakel

Gänzlich untrainiert im Eierpecken treten ÖVP-Landtagsabgeordneter Anton Kasser und SPÖ-Landtagsabgeordneter Helmut Schagerl gegeneinander an. Ob man das Ergebnis gleich als Ei-Orakel bei der kommenden Landtagswahl werten kann, sei dahingestellt. "Mit der spitzen Seite schlagen", verrät Anton Kasser und schlägt eine ordentliche Delle ins rote Schagerl-Ei. Der gibt sich geschlagen und meint: "Wie in der Politik. Da wird man auch ins kalte Wasser geschmissen", schmunzelt er. Ein doppeltes Match findet in Waidhofens Höherer Technischen Lehranstalt statt: Schüler gegen Lehrer und damit auch Waidhofen gegen Scheibbs. Hier treten Direktor Harald Rebhandl (Waidhofen) und Schüler Mathias Gattringer (Scheibbs) gegeneinander an. Mit einem "Kampfei" holt sich Waidhofen einen eindeutigen Sieg. "Ich dachte, man schlägt mit der spitzen Seite", so Schüler Mathias mit fassungslosem Blick auf sein Ei. "Zu fest geschlagen. Ein typischer Anfängerfehler", erklärt Sieger Harald Rebhandl.

Don Camillo und Peppone

In Ertl stellen sich Bürgermeister Josef "Peppone" Forster und Pfarrer Biela "Don Camillo" Jacek dem Osterbrauch. Ohne Strategien zu verraten, wird zwischen Kirche und Gemeindeamt gleich "losgepeckt". Den Sieg holt sich der Ortschef mit den Worten: "Das Ei ist wie ich: Harte Schale, weicher Kern", lacht er. Pfarrer Jacek gibt sich geschlagen und verlangt Revanche. "Ich nehme den Sieg des Bürgermeisters zur Kenntnis und fordere Revanche: Nächstes Jahr, selbe Zeit", so der Pfarrer in Richtung Bürgermeister.

Duell am Ertler Hauptplatz

Zum Duell Gasthaus gegen Kaffeehaus treffen die Kontrahenten in der Mitte des Ortes aufeinander. "Augen zu und durch", so die Kampfstrategie der Kaffeehausbesitzerin Roswitha Krenn. "Gegner" und Wirt Gottfried Lohnegger setzt dagegen siegessicher auf die flache Seite des Eis und verliert haushoch gegen eine jubelnde Roswitha Krenn. "Aber Spaß macht Eierpecken sowieso", nimmt es der Verlierer gelassen und beißt in sein massakriertes Osterei.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.