ERZÄHLCAFÉ WEIZ - PROJEKT AGIL
Erzählcafé Weiz: Molkerei - Zuckerlhüttl - Hutgeschäft

68Bilder

Unter dem Titel „Das Verschwinden der alten Geschäfte in Weiz“ luden die Initiatorinnen des Erzählcafés Weiz, Sonja Kaar, Traude Vidrich und Monika Wilfurth in den Hannes Schwarz Saal ins Weizer Kunsthaus ein, um eine Rückschau auf Weizer Geschäfte zu halten.

Sonja Kaar moderierte und begrüßte die vielen Gäste, darunter auch Bgm. Erwin Eggenreich und Projekt AGIL-Koordinator Gerhard Ziegler sowie Gerda Fehringer, die über 30 Jahre lang erfolgreich die Einkaufsstadt Weiz und die „Weizer Zeitung“ leitete.

Roswitha Soels las aus den beiden Zeitzeugenbüchern „Weizerinnen erinnern sich und Weizer Zeitzeugen erinnern sich“ und nach einer Präsentation von alten Fotos und Werbeinseraten aus den Jahren 1973 und 1974 erinnerte man sich an Weizer Geschäfte, die es nicht mehr gibt. 

Frowin Kaar, der in der Dr. Karl Renner Gasse aufgewachsen war, erinnerte sich an die Kanzlei seines Vaters und an die benachbarten Geschäften.
Im Zentrum von Weiz gab es früher einige Lebensmittelgeschäfte, wie die Kaufhäuser Draxler und Deutsch am Hauptplatz. Die Molkerei, das kleine Geschäft Pschaid, eine COOP Konsum-Filiale und das Geschäft Wurzinger (später Pfeffer) in der Marburger Straße. In der Bismarck Gasse und Lederer Gasse gab es den Elektrofachhandel Starkel, den Julius Meinl, den Wachmann und die Firma Kohlhauser, die neben Kurzwaren, Stoffen und Heimtextilien anfangs auch mit Lebensmittel handelte. Daneben gab es das Feinkostgeschäft und Gasthaus Zieser und das kleine Milchgeschäft Seebacher sowie die kleinen Geschäfte Gallbrunner, Gschanes, Kielnhofer, Miksch und Kosche, das im Krieg zerstört wurde.
Auch die Bekleidungs- und Modegeschäfte dürfen nicht unerwähnt bleiben, wie Moosbauer, Deutsch, Gortan und Proksch. Früher gab es auch viele Gasthäuser mit Fleischhauereien.

Man erinnerte sich an die vielen Gasthäuser, die Fleischereien betrieben und an das Hutgeschäft Klintschar, die Hafnerei Klotzinger, die Eisenhandlung Plojer (später Kaspar), die Schusterei Jud, das Sportgeschäft Wurzinger, den Friseur Karl Milajkovic, das Schuhgeschäft Pregetter (Eckschuster), die Seilerei Eckner und Papiergeschäft Kristan am Hauptplatz, die Strickerei Thier, die Trafik Hasenhütl, das Ledergeschäft von Julius Berg in der Lederer Gasse und das Zuckerlgeschäft Doringer. Im Geschäft Buchgraber gab es neben Wolle und Handarbeiten auch Schießpulver und Munition für Gewehre. Und beim Lebensmittelgeschäft Loder am Weizberg gab es eine Petroleumabfüllstation.

Ilse Profanter erinnerte sich, dass es damals üblich mit einem „Büchl“ einzukaufen. Im Bücherl wurden die Einkäufe notiert und bei der Gehaltsauszahlung wurden dann die Schulden beglichen.
Waltraud Polt berichtete von einem Bauern am Landscha, der mit seinem Fuhrwerk in der Früh die Milchkannen von den Bauernhöfen rund um Weiz abholte und zu den Milchgeschäften und zur Molkerei brachte und im Anschluss daran noch Pakete für die Post zustellte.
Ein besonderer Gast war Johann Klotzinger, der Sohn von Hafnermeister Klotzinger, der mit seiner Frau aus Wien angereist war und alte Fotos mitbrachte. Er erzählte von seiner Kindheit in Weiz.

Die Gemeinde Weiz ist eine von fünf steirischen Gemeinden, die am Projekt AGIL teilnimmt, welches vom Fonds Gesundes Österreich und dem Land Steiermark gefördert wird, um Angebote für ältere Menschen in allen Lebensbereichen zu schaffen.

Sonja Kaar, Traude Vidrich und Monika Wilfurth bedankten sich recht herzlich bei der Volkshilfe Weiz für die Kuchen und beim Kunsthaus-Team für die tolle Unterstützung!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen