Gleisdorf
Krippenbäuerin aus Leidenschaft und mit Tradition

Irmgard Eixelberger (Mi.) ist 90 Jahre alt und stellt heuer zum 10. Mal ihre selbstgemachten Krippen im Gleisdorfer Rathaus aus.
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  • Irmgard Eixelberger (Mi.) ist 90 Jahre alt und stellt heuer zum 10. Mal ihre selbstgemachten Krippen im Gleisdorfer Rathaus aus.
  • Foto: Stadtgemeinde Gleisdorf
  • hochgeladen von Nadine Ploder

Eine Gleisdorferin bastelt seit über 40 Jahren Krippen aus Maisstroh – heuer stellt sie bereits zum 10. Mal im Gleisdorfer Rathaus aus.

GLEISDORF. Eine Person mit zwei Jubiläen: Irmgard Eixelberger feiert neben ihrem 90. Geburtstag heuer auch das 10-jährige Jubiläum ihrer Krippen-Ausstellung im Gleisdorfer Rathaus. Sie arbeitet seit über 40 Jahren mit dem für die Oststeiermark so typischen Maisstroh – seit 1974 um genau zu sein, erinnert sich die 90-jährige Gleisdorferin. 

Seitdem ist das Basteln mit Maisstroh ihr Lebenselixier. "Es fordert Herz, Hirn, Augen und Finger. Und es macht mir Freude etwas herzustellen und hält mich fit", erzählt die 90-Jährige von ihrer Leidenschaft. Deshalb stellt sie jeden Tag eine Figur her, das ist ihre Medizin und gibt ihr ein tägliches Erfolgserlebnis. Sie möchte den Menschen folgende sagen: "Tut's was, freut's euch, dann lebt's ihr und könnt's alt werden, ohne senil zu werden. Die Kreativität macht zwar Mist, aber aus dem Chaos entsteht etwas Schönes. Das hilft auch gegen Depressionen."

Tradition ohne Kitsch erhalten

Als sie mit den Maisstrohfiguren begonnen hat, war dieser Trend sehr populär, jedoch "schrecklich kitschig", wie sich die Gleisdorferin erinnert. Sie wollte die alte K&K-Tradition aufrechterhalten, aber ohne den Kitsch und baut seit damals anatomisch korrekte Figuren aus getrockneten Maisfedern. Diese werden mit Draht, Kleidung und anderen Accessoires zu Puppen geformt und bekommen durch ihre Körperhaltung einen sprechenden Charakter. Ihre Figuren und Krippen vermitteln kulturelles Wissen und Zeitkritik. Im Volksmund werden solche Figuren „Gschallapopperl“ genannt – Puppen aus „Schalen“ des Kukuruz.
Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihr eine ihrer größten Krippen. Diese findet auf zwei Biertischen und zwei Ebenen Platz und ist im Krippenmuseum von Bernd Mayer am Birglhof in Passail zu finden.
Dort gibt es neben der Riesen-Krippe von Frau Eixelberger unzählige weitere Krippen und heuer besonders "Kuriositäten aus der ganzen Welt" zu sehen. Rund 600 Exponate fasst die Privatsammlung von Bernd Mayer. 

Mehr über Krippen:

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