Bildungsbedingung Netzneutralität

Dieses Modem war gerade noch ein "Ferrari" für private Nutzer, heute ist es bestenfalls ein Museumsstück
3Bilder
  • Dieses Modem war gerade noch ein "Ferrari" für private Nutzer, heute ist es bestenfalls ein Museumsstück
  • hochgeladen von martin krusche

Das vorige Jahrhundert war enorm davon geprägt, daß Europa sich von einem Kontinent der Industriegesellschaften zu einem der „Wissensgesellschaften“ wandelte. Dabei hat ein sehr junges Medienphänomen massive Umbrüche verursacht: Das „Netz der Netze“, das Internet.


Wer sich noch erinnert, wie wir uns mit einem rauschenden, klickenden Modem bei laufenden Gebühren in den nächstgelegenen Einwahlknoten geklinkt haben, wer dieses typische Geräuschbild noch in den Ohren hat, gehört schon zu den „Altgedienten“. Breitbandverbindungen im Dauereinsatz haben völlig neue Online-Situationen geschaffen.

In einem Ozean der Geschwätzigkeit und der Bilderfluten bestehen auch Ströme tiefer Bildungsmöglichkeiten, lassen mich Telepräsenz und Teleworking von der Provinz aus mit Menschen an weit entfernten Orten zusammenarbeiten.

Ein Beispiel: Ich muß heute für so manche Recherche nicht mehr von Gleisdorf nach Wien fahren, weil die Österreichische Nationalbibliothek laufend große Teile ihres Zeitschriftenarchivs digitalisiert und ins Netz stellt. So kann ich von meinem Schreibtisch aus darin nach Daten suchen, muß dafür keine Fahrzeit, Spritkosten und Streß in Kauf nehmen, um das in Wien zu erledigen.

Ein weiterführendes Beispiel: Genau solche Recherchen nützten mir auch, als ich gemeinsam mit dem Kulturwissenschafter Matthias Marschik ein Buch über das legendäre „Puch-Schammerl“ schrieb, den Steyr-Puch 500.

Marschik und ich sind einander erst gut ein Jahr NACH Erscheinen des Buches zum allerersten Mal real begegnet. Davor war alles am Entstehen dieser Publikation für mich Teleworking via Internet.

Solche Beispiele zeigen auch, daß wir gänzlich neue Rahmenbedingungen für den Wissenserwerb und –austausch haben.

Es wäre zu schön, würden nicht kommerzielle Interessen diese Situation belasten; als hätten wir nicht schon genug Mühe, uns Spammer, Hacker, Malware-Absender und allerhand Spinner vom Hals zu halten.

Den meisten Menschen, die das Web nutzen, wird der Begriff „Netzneutralität“ noch fremd sein. Das Wort meint ein Ensemble von Grundbedingungen wie zum Beispiel, daß die Datenpakete von finanzstarken Nutzern, Firmen, Konsortien keine besseren Bedingungen haben dürfen als ihre und meine.

Kurz gesagt, das Netz soll in der Nutzbarkeit für alle gleich sein. Der „Netzpolitische Konvent der Österreichischen Zivilgesellschaft“ präzisiert das so: „Es darf keine Überholspur im Netz für große Konzerne geben, keinen Eingriff in Datenströme und keine Manipulation von Protokollen.“

Was muß in diesem Sinn als gesichert gelten? „Dazu bedarf es der Gleichberechtigung von Datenpaketen, Netztechnologien und der Transparenz von Netzwerkmanagement.“

Der „virtuelle Raum“ ist in seinen Freiheiten ganz klar ebenso bedroht wie der traditionelle „öffentliche Raum“, wurde vor allem Ziel der Begehrlichkeiten gewinnorientierter Unternehmen, denen das Gemeinwesen kein erkennbares Anliegen ist.

Der Konvent stellt fest: „Netzneutralität ist nicht nur eine Voraussetzung für gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt. Sie ermöglicht wirtschaftliche Entwicklung und gibt kleinen und innovativen Unternehmen faire Chancen.“

Die Lektüre des Textes gibt einen sehr guten Überblick, was diese Thematik angeht, ist eine handliche Einführung in die Fragen zur Problemlage. Sie können das Büchlein beim „Netzpolitischen Konvent der Österreichischen Zivilgesellschaft“ bestellen oder als gratis PDF-Dokument von der Website laden: [link]

Newsletter Anmeldung!

Das kommt im Bezirk Weiz:

22

Baureportage VS und KiGa St. Ruprecht
Kinderbetreuung auf hohem Niveau

St. Ruprechts Kinder dürfen sich über die neuen Räumlichkeiten von Volksschule und Kindergarten freuen. Darauf, dass sich Familien in der Gemeinde St. Ruprecht an der Raab wohlfühlen, wird besonders hoher Wert gelegt, und auch in Zukunft werden Maßnahmen zu einer weiteren Verbesserung gesetzt. So wurde nun das 3,2-Millionen-Projekt "Erweiterung des Kindergartens und der Volksschule" fertiggestellt. Aufgrund des Zuzugs mussten in der Volksschule bereits Funktionsräume als Klassen verwendet...

Wohnen im Grünen: "Am Hang" ist es ruhig und sonnig, aber trotzdem nicht weit in die Innenstadt.
5

Baureportage
Am Hang in Weiz: In zentraler Lage, aber im Grünen wohnen

Die FE-Projektentwicklung hat sechs neue Wohneinheiten im Süden von Weiz errichtet. Sie suchen eine lichtdurchflutete, barrierefreie Wohnung mit Erstbezug sowie bester Verkehrsanbindung und Infrastruktur in der Stadtrandlage von Weiz? Dann ist das neue Wohnbauprojekt "Am Hang" vielleicht genau das Richtige für Sie. Hier wurde auf hochwertige Qualität, Barrierefreiheit und moderne Ausstattungen Wert gelegt. Daher sind alle Wohnungen per Lift von der Tiefgarage aus erreichbar. Nachhaltig...

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen