Brieffreunde gefunden
Briefe, die ans Herz gehen

Tobias und Sebastian Loder-Taucher haben mit ihren Großeltern und Mitschülern viele neue Brieffreundschaften angefangen.
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  • Tobias und Sebastian Loder-Taucher haben mit ihren Großeltern und Mitschülern viele neue Brieffreundschaften angefangen.
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Handgeschriebene Briefe mit selbstgezeichneten Kunstwerken bringen derzeit nicht nur Kinderaugen zum Strahlen, sondern auch einige ältere Menschen im Bezirk.

Die persönlichen Kontakte werden derzeit minimiert und plötzlich kommen Briefe wieder in Mode. Denn sie zeigen, dass jemand an einen Gedacht hat und sich die Zeit genommen hat, ihm seine persönlichen Gedanken in seiner eigenen Handschrift mitzuteilen. In Zeiten der digitalen Medien, nehmen Briefe immer noch einen anderen Stellenwert ein, sogar bei einigen Volksschülern im Bezirk.
Der Siebenjährige Jonas Raith hat beispielsweise eine Briefaktion für das Bezirkspflegeheim Weiz ins Leben gerufen. Und auch die beiden siebenjährigen Volksschüler Tobias und Sebastian Loder-Taucher haben den Reiz eines Brieffreundes in ihren Großeltern gefunden.

Briefaktion des Bezirkspflegeheimes

"Mama, was ist denn mit den Menschen, die in Altersheimen wohnen?" Diese rührende Frage stellte der siebenjährige Jonas Raith aus Weiz seiner Mama, als diese ihm erklärte, dass er aufgrund der Ausgangsbeschränkungen eine Zeit lang seine Omas, Opas, Tanten und Freunde nicht mehr sehen könne. Als seine Mama, Julia Raith, ihm sagte, dass auch sie keinen Besuch bekommen dürfen, da vor allem sie dadurch sehr krank werden könnten wurde er noch trauriger und meinte: "Aber Mama, die sehen ihre Kinder dann ja gar nicht. Du würdest das nicht überleben!“ Und mit dieser kindlichen Äußerung hat Jonas recht, denn der Abbruch der sozialen Kontakte ist vor allem für die älteren Generationen in unserer Gesellschaft sehr schwer. Damit sie nicht vereinsamen oder in diesen Tagen traurig werden hat sich Jonas etwas einfallen lassen: „Können wir nicht etwas tun, damit diese Menschen nicht traurig sind?“
Nach langem überlegen, kam er auf die Idee den Menschen im Bezirkspflegeheim Weiz einen Brief zu schreiben. So wurde eine rührende Briefaktion ins Leben gerufen, die den Bewohnern des Bezirkspflegeheimes das Osterfest verschönern soll. 

Bisher hat Jonas gleich vier wundervolle Antworten auf seine Briefe bekommen – und damit neue Brieffreunde gefunden. 
Zur Brief-Aktion des Bezirkspflegeheims!

Mit diesem Brief hat Jonas Raith die Herzen der Bewohner des Bezirkspflegeheimes Weiz erobert.
  • Mit diesem Brief hat Jonas Raith die Herzen der Bewohner des Bezirkspflegeheimes Weiz erobert.
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Brieffreundschaft mit Oma und Opa

So ähnlich ging es auch Julia Loder-Taucher mit ihren zwei Söhnen Tobias und Sebastian. Auch die beiden Siebenjährigen sind, wie so viele andere Kinder seit vielen Tagen Zuhause. Ihre Mama ist  auch daheim kann sich um sie kümmern, so dass nicht ihre Omi auf sie aufpassen muss.
"Zuhause spielen wir tolle Sachen: Karten spielen, mit unserem Hund Rocky, lernen, lesen, Tattoo kleben, Fußballspielen, Lego bauen, Trampolin hüpfen, Radl fahren und in den Wald gehen, da haben wir mit Armin ein Waldhaus gebaut", erzählen Tobias und Sebastian ihre Zeit Zuhause.
"Wir wissen, dass wir wegen dem Corona Virus jetzt zu keine anderen Menschen dürfen. Deshalb hat uns unsere Omi und unser Opi einen Brief geschrieben, der ist im Postkastl gewesen. Das war der bunteste und schönste Brief, sogar mit einer getrockneten Blume am Kuvert oben, gerochen hat die Blume nicht mehr", erzählen sie.
Die Freude über diesen Brief war so groß, dass sie auch gleich einen zurück geschrieben haben. Nun haben die beiden mit ihren Großeltern neue Brieffreunde gefunden. Obwohl sie zu Anfang gar nicht gewusst haben, was das eigentlich ist und wie schön es ist so jemanden zu haben."Wir finden das so super klass", so die beiden.

Nun wollen sie auch ihren Schulfreunden der Volksschule Rollsdorf schreiben und somit viele neue Brieffreundschaften schließen – auch wenn sie sich zurzeit nicht sehen dürfen. "Ein paar Briefe schicken wir mit der Post, die anderen fahren Armin und wir mit dem Radl aus. Jedesmal wenn der Briefträger kommt sind wir schon so gespannt, ob wieder ein neuer Brief im Kastal ist", erzählen Tobias und Sebastian.


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