Polizeiwarnung
Die Saison der Dämmerungseinbrüche hat begonnen

Dämmerungs-Einbrüche haben momentan wieder Hochsaison. Vorsicht ist geboten!
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Rund um die kalte Jahreszeit beginnt die Saison der Dämmerungseinbrüche. Die Polizei im Bezirk Weiz rät zur Vorsicht und gibt Tipps, wie man einen Einbruch in die eigenen vier Wände verhindern kann.

Die Tage werden kürzer, die Dunkelheit bricht früher herein. Gerade in der Zeit nach der Zeitumstellung im Winter haben Dämmerungseinbrüche Hochsaison – und zwar von November bis März. Im Schutz der Finsternis verschaffen sich Kriminelle Zugang zu Häusern und Wohnungen, insbesondere dann, wenn keine Sicherheitsmaßnahmen zu erkennen oder Zeichen der Abwesenheit sichtbar sind. Auch Josef Neuhold, Chefinspektor im Bezirkspolizeikommando Weiz und Christian Friesenbichler von der Polizeiinspektion Ratten warnen eindringlich.

Wann wird eingebrochen?

Die Einbrüche erfolgen zumeist zwischen 16 und 21 Uhr, überwiegend freitags oder samstags, wenn die Täter annehmen, dass keiner zu Hause ist. Objekte, die neben Hauptverkehrsrouten liegen und von wo Täter rasch flüchten können, geraten besonders häufig ins Visier der Kriminellen. Ebenso betroffen sind Siedlungen mit schwer einsehbaren Wohnungen.
Jede Möglichkeit, um in den Wohnraum zu gelangen, wird von den Tätern genutzt: Sie zwängen Terrassentüren, Fenster und Kellerzugänge auf oder nutzen Leitern beziehungsweise Einstiegshilfen wie Gartenmöbel, die im Garten herumstehen.

Christian Friesenbichler, Polizeiinspektion Ratten.
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Corona verlagerte Einbrüche auf Firmen 

Im Bezirk Weiz wurden im Jahr 2020 insgesamt 243 Einbruchsdiebstähle registriert."Im Bereich Ratten haben sich zwei Einbrüche ereignet", erzählt Christian Friesenbichler von der Polizeiinspektion Ratten. Und weiter: "Präventiv arbeiten wir mit den halbstündigen Sektorstandorten, durch kriminalpolizeiliche Schwerpunktaktionen, durch Vorträge der Präventionsbeamt*innen sowie im Rahmen der Aktion GESI und durch Pressearbeit."
Durch Corona hat sich das Einbruchsgeschehen von Wohnungen und Wohnhäusern auf Firmeneinbrüche verlagert. Ebenfalls gestiegen sind die Einbrüche in Selbstbedienungsläden, deren Zahl im vergangenen Jahr stetig gestiegen ist. 

Analyse, Prävention, Achtsamkeit

Das Bundeskriminalamt analysiert weiterhin tagesaktuell auftretende Hotspots. Diese Analysen werden anschließend den Landespolizeidirektionen zur Verfügung gestellt, die darauf aufbauend auf verstärkte Streifentätigkeit setzen. Die Bevölkerung zu mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit aufzurufen, ist ein wichtiger Punkt in der Präventionsarbeit. Ebenso ist es bedeutend, den Menschen die Scheu vor Wahrnehmungsmeldungen bei der Polizei zu nehmen, denn nur durch die Mithilfe der Bevölkerung können Delikte verhindert und Kriminelle gefasst werden.

Scheuen Sie sich nicht, die Polizei unter 133 anzurufen, wenn Sie eine verdächtige Wahrnehmung machen! Die Polizei überprüft das. Möglicherweise können dadurch Taten verhindert oder aufgeklärt werden.

Tipps der Polizei

  • Fenster schließen und Terrassen- und Balkontüren versperren, auch wenn man nur kurz weggeht.
  • Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder für die Innen- und Außenbeleuchtung verwenden.
  • Durch eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe können Einbrüche verhindert werden.
  • Leitern, Gartenmöbel und frei herumliegendes Werkzeug können praktische Helfer für Einbrecher sein. Sie sollten versperrt im inneren des Hauses aufbewahrt werden.
  • Bei verdächtigen Wahrnehmungen: 133!

Wenn der Täter anwesend ist

  • Den Eindruck erwecken, dass man nicht allein ist, indem man einen Namen ruft – zum Beispiel: „Helmut, hörst Du das?“
  • Licht aufdrehen.
  • Dem Täter die Flucht ermöglichen, sich ihm nicht in den Weg stellen.
  • Sich möglichst viele Details vom Erscheinungsbild des Täters merken.
  • Die Polizei unter 133 rufen und Informationen zur Anzahl der Täter und Fluchtrichtung weitergeben. Telefonische Verbindung mit der Polizei halten.

Nach einem Einbruch

  • Ruhe bewahren und die Polizei unter 133 anrufen. Telefonische Verbindung mit der Polizei halten und den Anweisungen folgen.
  • Nichts verändern und nichts berühren.

Weitere Tipps findet man auf der Internetseite des Bundeskriminalamtes Eigentum schützen (bundeskriminalamt.at).

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