Eine neue Nummer für unsere Gesundheit

Der Bereitschaftsdienst wurde in
der Steiermark umgestellt.
  • Der Bereitschaftsdienst wurde in
    der Steiermark umgestellt.
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Seit 1. April erhält man bei gesundheitlichen Problemen unter 1450 telefonische Beratung.

Mit Anfang April wurde der Bereitschaftsdienst in der Steiermark umgestellt. Eine telefonische Gesundheitsberatung soll nun vorab Empfehlungen geben und bei der Einschätzung der Dringlichkeit von Problemen unterstützen.

Rund um die Uhr

Ob Insektenstich, schmerzender Zahn oder Stechen in der Bauchgegend – für Fragen zu plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen steht allen Steirern seit 1. April die Gesundheitsnummer 1450 zur Verfügung. Insgesamt sind in der Leitstelle des Roten Kreuzes in Graz derzeit 16 diplomierte Krankenpfleger zur Beantwortung von gesundheitlichen Fragen beschäftigt. Aktuell sind fünf Arbeitsplätze eingerichtet, die aufgrund der zahlreichen Anrufer nun um zwei weitere ergänzt werden sollen.
Der für den Bezirk Weiz zuständige Bezirksrettungskommandant Uwe Fladerer sieht die Einrichtung des neuen Gesundheitstelefons positiv, da damit rasche Hilfe bei gesundheitlichen Problemen geboten würde. "Oft wissen Betroffene nicht, ob sie bloß ein Medikament aus der Apotheke benötigen oder doch einen Arzt aufsuchen sollten. Die Gesundheitsnummer ist eine Erstanlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen", so Uwe Fladerer.
Wien, Niederösterreich und Vorarlberg starteten als Pilot-Bundesländer bereits früher mit dem Gesundheitstelefon. Im Lauf des Jahres sollen nun auch die restlichen Bundesländer die Gesundheitsnummer erhalten.

Neuer Bereitschaftsdienst

Eine Umstellung gab es mit 1. April zudem beim Ärztebereitschaftsdienst, der nun von Montag bis Freitag von 18 bis 24 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 7 bis 24 Uhr, nach einer Abklärung über das Gesundheitstelefon, als Visitendienst organisiert wird. Das bisherige Bereitschaftsdienstsystem habe laut Gesundheitsfonds Steiermark, der neben der Ärztekammer für Steiermark und der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse das neue System konzipierte, keine lückenlose Versorgung mehr sichergestellt. Nun sind von Montag bis Freitag mindestens ein und am Wochenende und feiertags mindestens zwei Bereitschaftsärzte neben den geöffneten Ordinationen in den 24 Regionen auf freiwilliger Basis tätig. Sollte sich ein Arzt für die Öffnung der Ordination am Wochenende entscheiden, so kann er wie bisher alle Leistungen mit der Kasse abrechnen – die Bereitschaftspauschale entfällt allerdings, da er für den Visitendienst nicht verfügbar sein kann.
Eine genauere Abklärung über ein Gesundheitstelefon sei vorab, wie Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, laut Gesundheitsfonds sinnvoll, da es sich in 80 Prozent der Fälle um keine Notfälle handle und bei 60 Prozent der Fälle sogar eine bloße Selbstbehandlung des Patienten ausreichend sei.
„Durch den telefonischen Erstkontakt über 1450 sollte der Bereitschaftsdienst deutlich entlastet werden. Es ist zu hoffen, dass damit wieder eine weitgehend flächendeckende Bereitschaftsdienstversorgung an den Wochenenden und unter der Woche gelingen wird“, betonte Norbert Meindl, Vizepräsident der Ärztekammer und Obmann der niedergelassenen Ärzte.

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