Es gibt zu wenig Polizisten im Bezirk Weiz

Für die Sicherheit im Bezirk Weiz wurde bereits im Vorjahr mehr Personal für die Polizeiplanstellen gefordert. Ob es zukünftig mehr wird, hängt von der Regierung ab.
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  • hochgeladen von Ulrich Gutmann

Vor genau einem Jahr gab es große Aufregung, als sich Otmar Hiebaum, der Bürgermeister von Markt Hartmannsdorf, öffentlich darüber beschwerte, dass der Polizeiposten für Markt Hartmannsdorf und Sinabelkirchen fast nie besetzt sei. Aber was hat sich seitdem getan? Gibt es inzwischen mehr Polizisten im Bezirk?

Eine Planstelle mehr

In Markt Hartmannsdorf und Sinabelkirchen selbst hat sich die Lage verbessert. Vor einem Jahr gab es nur sechs Planstellen, inzwischen sind es dank des Einsatzes vom Chef der Weizer Bezirkspolizei, Johann Fellner, sieben Planstellen geworden. "Das ist zwar eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, trotzdem sind sieben Planstellen für 7.200 Menschen nicht gerade viel", äußert sich Sinabelkirchens Bürgermeister Emanuel Pfeifer.

Hängt von Regierung ab

Auch der Gleisdorfer Bürgermeister Christoph Stark fordert mehr Polizisten für den gesamten Bezirk. Er hätte gerne zehn zusätzliche Planstellen, angeboten wurden ihm von Innenminister Wolfgang Sobotka fünf neue Planstellen. Wie viele Polizisten es schlussendlich wirklich werden, hängt aber stark von der neuen Regierung ab. Wie schaut es in der Zukunft aus?

Polizeischüler müssen warten

Nach den ersten Gesprächen von ÖVP und FPÖ ist von 2.800 neuen Planstellen in den nächsten Jahren die Rede. Theoretisch werden viele neue Polizeischüler gebraucht, in der Praxis zieht sich das Aufnahmeverfahren aber über viele Monate. Zwischen den Terminen gibt es monatelange Wartezeiten, in denen die werdenden Polizeischüler in der Luft hängen. So vergeht wertvolle Zeit, in der die jungen Polizisten schon den Beruf erlernen könnten, um dann so schnell wie möglich die jährlich 700 neuen Planstellen zu besetzen.

Sicherer Bezirk

Trotz all dem darf nicht unerwähnt bleiben, dass Weiz zu den sichersten Bezirken der Steiermark zählt. Sowohl die Zahlen der Unfälle mit Personenschaden als auch der Unfälle unter Alkoholeinfluss sinken im Bezirk seit Jahren. Und auch die Kriminalitätsrate ist seit 2007 um 30 Prozent gesunken.

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