Neujahrstreff in Angers mystischer Unter- und Oberwelt

Der bisherige Fundus der mystischen Unter- und Oberwelt der Region Anger ist im Museum, im Keller des Steinpeißhauses, übersichtlich dargestellt.
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  • Der bisherige Fundus der mystischen Unter- und Oberwelt der Region Anger ist im Museum, im Keller des Steinpeißhauses, übersichtlich dargestellt.
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„Archäologie kann man schwer planen, ist oft Zufall, Glück und noch viel mehr,“ mit diesen Worten eröffnete Erich Brandl den diesjährigen Neujahrsempfang im Museum der mystischen Unter- und Oberwelten der Region Anger im Steinpeißhaus.
Interessierte, Vertreter der Gemeinde Anger sowie des Tourismusverbandes Apfelland-Stubenbergsee waren gekommen, um die Fundstücke zu sehen und Wissenswertes von den Aktivitäten zu erfahren. Der Grazer Prähistoriker, Höhlenforscher und Buchautor Heinrich Kusch erwies mit seiner Frau Ingrid der Veranstaltung die Ehre und stand für Fragen und interessante Gespräche bereit.
Erich Brandl als Initiator und Motor der Unterwelt Anger sprach seinen Dank den vielen Sponsoren sowie seinen Helfern für den oft unermüdlichen Einsatz aus und ließ das vergangene Jahr Revue passieren. So etwa wurde im Jänner des Vorjahres eine Begehung im Schloss Külml, wo man unterirdische Gänge vermutete, unternommen. Bei Grabungen in Haring kamen interessante Fundstücke zum Vorschein. Untersucht wurde auch eine Parkplatzsenkung im Ort.
Im Hof des Steinpeißhauses kam ein Steingang zum Vorschein, der noch näher untersucht wird. Zudem wurden dort Grabungen an der Kirchenmauer durchgeführt, wo mehr als 100 Funde zu Tage kamen.
Auch Bodenradar und Bohrlafette kamen an unterschiedlichen Stellen, wo man Hohlräume vermutete, zum Einsatz. Ein besonderes Projekt gab es im September mit der NMS Anger. Eine Woche stand das Thema „Schätze der Heimat“ im Mittelpunkt. 38 Schüler durften selbst Hand anlegen und nach Fundstücken suchen. Den Höhepunkt bildete die Begehung eines Wasserganges beim Schloss Külml.
Gegen Ende des Jahres wurden die Fundstücke professionell gereinigt. Von Münzen über eine tönerne Öllampe, Schmuckgegenstände, Verriegelungsschlösser, Pfeilspitzen, Messer bis hin zu Werkzeugen reicht der bisherige Fundus, der den Kelten und Römern zugeordnet wird.
Ein Highlight gab es dann noch Ende des Jahres, wo man in einer Höhle einen Depotfund ausmachte, der im Museum bereits zu sehen sind.
Das Schloss Külml und der Steinpeißhof werden im heurigen Jahr Schwerpunktthemen bei der weiteren Forschung darstellen, betonte Brandl.

Wertvolle Heimatforschung
Eine Gruppe von rund 15 Personen sind es, die Erich Brandl bei seiner Arbeit mit Leidenschaft unterstützen und somit wertvolle Heimatforschung betreiben. In deren Fokus stehen unterirdische Gänge, besondere Gesteinsformen und ausgewählte Stellen um nach Funden aus längst vergangener Zeit zu suchen.
„Wir versuchen alles unter wissenschaftlichem Aspekt zu machen und arbeiten mit dem Joanneum Graz zusammen. Auch im Schloss Eggenberg gibt es ein Münzkabinett als Anlaufstelle. Hier werden die Münzen fotografiert und zu 100 % zugeordnet. Weiters arbeiten wir mit dem österreichischen Prähistoriker Heinrich Kusch und dessen Frau Ingrid zusammen,“ sagt Brandl. Das Ehepaar Kusch unterstützt mit fundiertem Wissen, registriert, begutachtet, fotografiert und katalogisiert die Funde in der Region Anger.
Brandl führt über alle Aktivitäten genau Buch. Tag, Stunden, Uhrzeit, Namen, Kontakte und Orte werden darin festgehalten. So entsteht ein wertvolles Nachschlagwerk.
Das Museum kann man gegen Voranmeldung gerne besichtigen, Tel.: 0664/3554718.

Autor:

Anneliese Grabenhofer aus Weiz

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