Kriminalitätsstatistik
Positiver Trend in der Kriminalität

Welche Delikte im Jahr 2019 im Bezirk zu verzeichnen waren und wie es um Kriminalität und Verkehr steht, das erklären Kriminaldienstleiter Harald Eppich  und Verkehrsreferent Klaus Strobl vom Bezirkspolizeikommando.

115 Beamte sind im Bezirk Weiz für die Sicherheit zuständig. Prinzipiell ist jeder für jede Art von Notfall geschult, etwa 25 sind auf den Kriminaldienst spezialisiert und 15 bilden die Verkehrsdienstgruppe.

Positive Gesamtentwicklung

"Insgesamt gibt es im Bezirk Weiz eine irrsinnig positive Entwicklung im Bereich Kriminalität zu berichten", fasst Kriminaldienstleiter Harald Eppich die kürzlich erschienene Statistik der Delikte im vergangenen Jahr zusammen. Die Zahl der Gesamtdelikte ist zwar um 6 Prozent höher als noch 2018, doch das liegt an einem Grund, erklärt Eppich: "Das liegt an zwei Fällen von Sachbeschädigungen, die eine große Zahl an Einzeldelikten verursacht haben und sich somit auf die Gesamtstatistik auswirken." Denn die Statistik erfasst jede einzelne Handlung und nicht die einzelne Person, die diese Tat ausgeübt hat.
Kriminalität ist rückläufig, das ist über die letzen 10 Jahre beobachtbar. Weiz macht nur 3 bis 5 Prozent des gesamten Tätigkeitsvolumens der Steiermark aus – in Graz fallen 50 Prozent aller steirischen Delikte an. Am meisten ins Gewicht fallen die Einbruchsdiebstähle, diese sind auf 191 Delikte gefallen (im Vorjahr 238), dafür sind die Fälle bei Betrug (223), Sachbeschädigung (378) und Körperverletzung (155) gestiegen. 2019 gab es auch eine 100 prozentige Steigerung an Bränden: insgesamt waren es 111 Brände, und nur 55 im Jahr 2018.

Harte Aufklärungsarbeit

Die Aufklärungsquote liegt bei 52 Prozent. Eppich erklärt, woran das liegt: "Delikte in der Körperverletzung sind meist leichter zu klären, da die Täter im Umfeld des Opfers zu finden sind. Im Gegensatz dazu sind Einbruch und Diebstahl schwerer zu klären – hier ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen." Die Aufklärung solcher Fälle schaffen die Beamten nur durch knochenharte Ermittlungsarbeit.
In Hinblick auf die Zivilcourage wäre viel mehr möglich, weiß der Kriminaldienstleiter: "Die Leute nutzen nur leider meistens ihre eigenen Möglichkeiten nicht. Mit den Handys ist vieles leichter möglich, man denkt nur nicht dran." 

Probleme im Verkehr

Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt stetig, dafür ist die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen gesunken (296). Bei 30 dieser Unfälle mit Personenschaden war Alkohol im Spiel. Außerdem gab es im Vorjahr nur 2 Verkehrstote im Bezirk zu beklagen. Auch ein Anstieg bei Geschwindigkeitsübertretungen ist über die Jahre zu beobachten. Dabei sind jedoch nur die Übertretungen aufgezeichnet, die von Beamten mit Laserpistolen gemessen wurden, keine Radarstrafen. Dies führt Verkehrsreferent Klaus Strobl auf das steigende Verkehrsaufkommen zurück: "Unfallursache 1 im Straßenverkehr ist immer noch Ablenkung. Telefonieren oder Nachrichten schreiben verursacht ein enorm großes Risiko. "Die Menschen wollen einfach immer und überall erreichbar sein. Laut einer Studie ist so eine Ablenkung jedoch gleich gefährlich wie das Fahren unter Alkoholeinfluss." Unfallursache 2 ist überhöhte Geschwindigkeit.
Um das Bewusstsein in den Menschen wieder zu verstärken wird die Polizei auch heuer wieder landesweit eine Überwachungsschwerpunktwoche gegen Ablenkung durchführen.

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