Erdbeben Kroatien
Schnelle Hilfe aus dem ganzen Bezirk angelaufen

Riesengroß war die Spendenbereitschaft in Markt Hartmannsdorf
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  • Foto: FF Markt Hartmannsdorf
  • hochgeladen von Josef Hofmüller

Aufgrund des starken Erdbebens am 29.12.2020 und der damit verbundenen Zerstörung starteten die Österreichischen Feuerwehren, insbesondere die Landesfeuerwehrverbände Niederösterreich und Steiermark, einen internationalen KHD-Einsatz, um dringend benötigte Güter in die Betroffenen Gebiete zu bringen.

Am Dreikönigstag machte sich bereits um 3 Uhr in der Früh wieder ein Konvoi von 13 Fahrzeugen von Sinabelkirchen startend aus, auf den Weg nach Sisak und Petrinja. Die beiden Orte wurden durch das Erdbeben schwer beschädigt. Sisak hat rund 47.000 Einwohner, Petrinjak 25.000. Unzählige Häuser wurden dem Erdboden gleich gemacht. Die Freiwilligen Feuerwehren von Markt Hartmannsdorf, Sinabelkirchen, Ilz und Gniebing haben sich zusammen geschlossen und Spenden für die Opfer gesammelt. Oberlöschmeister Stefan Zenzmair erzählte uns von der großen Hilfsbereitschaft der heimischen Bevölkerung:" Alleine von Markt Hartmannsdorf konnten wir drei Busse samt Anhänger mit den wichtigsten Sachen fürs Erste beladen. Neben Kleidungsstücken, Werkzeug, Hygieneartikel sowie Grundnahrungsmittel wurden auch viele Geldspenden von Vereinen und auch Privatpersonen übergegeben. Damit konnte auch um rund 2.000 Euro im Ort Lebensmittel für die kroatische Bevölkerung gekauft werden." Sechs Fahrer brachten dann die dringend benötigten Güter ins Erdbebengebiet. Die Rückkehr der Helfer erfolgte noch am selben Tag gegen 17 Uhr.    

Wohncontainer

Schon einige Tage zuvor wurden von steirischen Feuerwehren Wohncontainer nach Kroatien transportiert. Nachdem alle Helfer negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurden, starteten die ersten LKW's um 00:30 des Silvestermorgens in der Belgier-Kaserne in Graz Richtung Kroatien. Bereits am Nachmittag des 30.12.2020 erkundete das Vorauskommando des LFV Niederösterreich die Marschroute und machte sich ein Bild der Lage vor Ort. Um kurz vor 7 Uhr trafen dann die Kameraden in Glina in Kroatien ein. Dort wurden die Wohncontainer den kroatischen Behörden zur Weiterverteilung übergeben. Anschließend wurde um 10 Uhr wieder die Heimreise angetreten. Nach dem erneuten negativen Test auf SARS-CoV-2 konnten alle wieder um 16 Uhr ins Rüsthaus einrücken. Dem Hilfstransport folgten noch zwei weitere Zugsverbände mit Wohncontainern, somit konnten innerhalb kürzester Zeit ca. 80 Container nach Kroatien transportiert werden.

Schnelle Hilfe wirkt

Auch andere Feuerwehren im Bezirk Weiz beteiligen sich an Spendenaktionen für die Menschen im kroatischen Erdbebengebiet wie etwa die Freiwilligen Feuerwehren Pischelsdorf oder St Kathrein am Offenegg. Die Freiwillige Feuerwehr Labuch hat auch zahlreiche Sachspenden für Kroatien eingesammelt und zur FF Laßnitzhöhe für den Weitertransport nach Kroatien gebracht.
Insgesamt standen in der Steiermark 20 Feuerwehren mit 24 Fahrzeugen am vorletzten und letzten Tag des Jahres 2020 im Einsatz. Die 54 eingesetzten steirischen Feuerwehrmänner transportierten dabei 23 Container in die Krisenregion.

Noch lange wird die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten Leid und Angst ausgesetzt sein. Deshalb ist es wichtig auch weiterhin die Menschen dabei zu unterstützen, um in naher Zukunft wieder ein einigermaßen normales Leben führen zu können. Die Hilfsbereitschaft der Österreicher insbesondere die der gesamten Steiermark ist vorbildlich und hat wieder einmal gezeigt, das ein gemeinsames Miteinander in guten wie auch in schlechten Zeiten vieles bewirken kann. Obwohl auch die ganzen Vereine und Freiwilligen Feuerwehren auf viele Einnahmen in den letzten Monaten verzichten mussten, wenn Not am Mann ist, kann man sich einfach auf ihre schnelle Hilfe und beste Zusammenarbeit verlassen.

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