HTL-Oscar
"Technik fürs Leben", der Preis 2020 geht nach Weiz

Der Technik Oscar ging diesmal an die HTL Weiz.
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  • hochgeladen von Josef Hofmüller

Die Jury des Technik fürs Leben-Preis hatte auch heuer einen herausfordernden Job. 62 eingereichte Diplomarbeitsprojekte von 178 Schülerinnen und Schülern aus 20 HTLs in acht Bundesländern mussten nach den Kriterien des Technik fürs Leben-Preis bewertet werden. Durchgesetzt haben sich Projektteams von der HTL Weiz, HTBLuVA Salzburg und HTL Hollabrunn.

„Aufgrund der aktuellen Ereignisse konnte das Finale zum Technik fürs Leben-Preis, also das geplante Event in Salzburg mit Live-Pitches der nominierten Diplomarbeiten leider nicht vor Live Publikum durchgeführt werden. Deshalb wurden die Siegerprojekte in einem Video auf einer virtuellen Bühne dargeboten und ausgezeichnet“, erklärte Angelika Kiessling, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Bosch in Österreich und Verantwortliche für den Wettbewerb.

Kategorie Mobilitätstechnik

Mit einem Biogas-Range-Extender von der HTL Weiz erreichte man den Sieg.
Range-Extender sind kleine Stromgeneratoren, die die Akkus von Elektroautos auch während der Fahrt laden und damit die Reichweite wesentlich vergrößern. Markus Hörting-Stoppacher und David Lammer von der HTL Weiz bauten im Rahmen ihrer Diplomarbeit einen Range-Extender, der mit Biogas betrieben wird. Dafür musste eine kostengünstige Lösung zur Aufbereitung und Speicherung des Biogases gefunden sowie ein Stromgenerator effizient auf Biogasbetrieb umgebaut werden. Da der Stromgenerator zum Laden des Elektroautos mit Biogas betrieben wird, kann das Auto zu 100 Prozent CO2-neutral fahren. Der Nachhaltigkeitsgedanke vom Rohstoff bis zur Energiegewinnung hat die Jury des Technik fürs Leben-Preis überzeugt. „Das Projekt besticht durch den stringenten Aufbau. Die Anwendbarkeit ist groß und für ganz viele Projekte in der Mobilität umsetzbar“, erklärte Juror Dipl.-Ing. Wolfgang Kern, Leiter der Abteilung II/2 technischer, gewerblicher und kunstgewerblicher Schulen im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Trophäe per Post

Die Gewinner des Technik fürs Leben-Preis 2020 wurden in einer Konferenz der Jury ohne Live-Pitches ermittelt. Alle Nominierten und Gewinner wurden umgehend verständigt. Die Urkunden und Trophäen des größten unternehmens-initiierten HTL-Wettbewerbs in Österreich wurden per Post zugestellt. Die Preisträger erhielten neben Trophäe und Urkunde auch das begehrte Ticket für ein 6-monatiges Berufspraktikum in einem Unternehmen der Bosch-Gruppe in Österreich. Zudem können sie-gemeinsam mit den Nominierten-voraussichtlich im Herbst als VIP-Gast bei einem Bosch Motorsportevent packende Rennsport-Action hautnah miterleben.

HTL-Absolventen sehr gefragt 

Helmut Weinwurm, Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich, war dieses Jahr zum ersten Mal als Juror beim Technik fürs Leben-Preis tätig und lobte die Qualität der Schüler-Projekte: „Ich bin begeistert von der Vielzahl der Projekte und den vielen kreativen Ideen der jungen Leute. Beeindruckend ist auch, wie professionell die Aufgaben umgesetzt wurden. Es stecken tolle Fähigkeiten und großartige Talente im österreichischen Technik-Nachwuchs.“ Der Bosch-Manager ist selbst Absolvent einer HTL und weiß die gute technische Grundausbildung an diesen Schulen sehr zu schätzen. „Die österreichische HTL-Landschaft ist eine wahre Talente-Schmiede für hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Helmut Weinwurm. „Absolventinnen und Absolventen von HTL sind bei Bosch sehr gefragt. Sie decken mit ihrem Wissen alle Bereiche, die Bosch in Österreich betreibt und vorantreibt, ideal ab.“

HTL Hollabrunn und HTBLuVA Salzburg auch siegreich

Jakob Buchsteiner, Thomas Eibl, Sebastian Neuhofer und Moritz Taferner von der HTL Salzburg entwickelten ein funktionsfähiges mobiles Robotersystem mit Greifer, das mithilfe eines Fernsteuergeräts in Form eines Handschuhs durch Gesten kontrolliert wird. Das ermöglicht eine intuitive Fernsteuerung. Zudem erhält der Benutzer Feedback vom Roboter, beispielsweise durch Vibrationen in den Fingerspitzen. Diese Arbeit brachte den Sieg in der Kategorie Industrietechnik.

Eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung für Rauchübungen brachte Alexander Schuster und Christopher Kerl von der HTL Hollabrunn den Sieg in der Kategorie Energie- und Gebäudetechnik sowie Gebrauchsgüter. Um eine elektronisch dimmbare Folie wurde ein Atemschutzmaskenaufsatz konstruiert, welcher eine stufenlose Dimmung erzeugen kann. Dies simuliert die Sichteinschränkung durch Verrauchung in brennenden Gebäuden. Mittels Frequenzsendern werden Raumidentifikationen geschaffen und je nach Aufenthaltsort können verschieden starke Verrauchungsgrade simuliert werden.

Die "Siegesfeiern" wurden aufgrund der aktuellen Lage auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Die Freude über die Siege kann man den Teilnehmern aber schon jetzt aus ihren Gesichtern lesen.

Autor:

Josef Hofmüller aus Weiz

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