Mehr Lebensfreude durch gemeinsame Erlebnisse von „jung und alt“
Volkshilfe Weiz will Betreuungsangebot erweitern

Die Bewohner Volkshilfe Weiz können sich über ein modernes E-Piano und das gemeinsame Musizieren freuen.
  • Die Bewohner Volkshilfe Weiz können sich über ein modernes E-Piano und das gemeinsame Musizieren freuen.
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Alice Saiko

Durch das Projekt „Musik und Tanz verbindet“ soll in der Volkshilfe Weiz das Pflege- und Betreuungsangebot erweitert werden, um so den Bewohnern ein Stück Freude für den Alltag zu schenken.

Mit „varietà musica“ – einem ganzheitlichen Aktivierungstraining mit Musik und Bewegung – wird den Bewohner des Pflegeheims bereits seit acht Jahren ein besonderes Erlebnis geboten, das zudem körperlich und geistig fit hält. Durch die Kombination von Musik und Gesang wird dabei die Merk- und Lernfähigkeit der Senioren geschult, die Koordination verbessert oder die Konzentrationsfähigkeit angekurbelt. „Das Angebot wird von den Bewohnern sehr gut angenommen“, freut sich Michaela Bauer, Heimleiterin der Volkshilfe Weiz. Nun möchte man dieses Angebot weiter ausbauen.

Musik verbindet

Auf Initiative der Organistin Valentina Longo wurde kurzerhand ein modernes E-Piano angeschafft, mit dem man Klassische Musik ins Heim bringen möchte. „Manche Bewohner erinnern sich gern an die Musik in der Oper oder auf Konzerten. Wenn dann die Musik ertönt, geht ihnen einfach jedesmal das Herz auf“, erzählt Bauer. Um das Heim und dessen Bewohner mit Klänge zu erfüllen, braucht es jedoch auch Musiker, die mit ihrer Musik begeistern und gleichzeitig etwas Gutes tun möchten.

Junge Musikerinnen und Musiker der Musikschule Weiz sollen nun das musikalische Angebot im Pflegeheim der Volkshilfe Weiz erweitern. Dabei soll neben der Verbindung über die Musik auch eine Verbindung zwischen den Kindern, Jugendlichen und den Senioren entstehen. Ob Pianist, Cellist oder Gitarrist – jeder ist gefragt. „Es wäre schön wenn unsere Schüler den Bewohnern mit ihrer Musik – und deren therapeutischen Wirkung – eine Freude bereiten würden. Schon allein durch die Anwesenheit der Kinder könnte man so Abwechslung in den Alltag bringen. Von der Erfahrung können auch junge Menschen nur profitieren, zeigt sich Josef Bratl, Direktor der Musikschule Weiz, überzeugt.

„Who Cares?“ – ein gemeinsames Ziel!

Am Institut für Musikpädagogik der Kunstuniversität Graz beschäftigt man sich im Zuge des Projekts „Who Cares? – Alter(n) und Pflege gemeinsam neu denken“ derzeit mit alternativen Pflegemodellen, die durch interdisziplinäre Zusammenarbeit künftig der gesellschaftlichen Spaltung von „jung“ und „alt“ entgegenwirken sollen. „Unser Ziel ist es dieses Projekt bzw. diesen Gedanken in unserem Pflegeheim zu etablieren", meint Michaela Bauer.
Im Pflegeheim der Volkshilfe Weiz soll in Zukunft neben dem Austausch der Generationen darüberhinaus auch ein Austausch der Kulturen stattfinden, bei dem die Bewohner etwa Musikstile unterschiedlichster Kulturen und somit auch die Kultur selbst kennenlernen sollen.

Freiwillige Helfer
aus der Region, die gerne musizieren und den Bewohnern mit ihrer Musik eine Freude machen wollen, sind dabei genauso gefragt wie Berufsmusiker oder lokale Musikgruppen. „Wir möchten mit dem Projekt natürlich auch der Einsamkeit entgegenwirken und durch gemeinsames Lernen und Unterstützen ein großes Stück Lebensfreude in den Alltag der Bewohner bringen“, hofft Bauer.

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