Architekturpreis
Weiz sicherte sich die GerambRose Auszeichnung

Die Hauptschule in der Offenburgergasse in Weiz wurde 1968 eröffnet.
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  • Die Hauptschule in der Offenburgergasse in Weiz wurde 1968 eröffnet.
  • Foto: Hofmüller (5X)
  • hochgeladen von Josef Hofmüller

Die Stadt Weiz wurde dieser Tage mit dem Architekturpreis "GerambRose" ausgezeichnet. Von 1964 bis 1968 wurde in der Offenburger Gasse die damals modernste Schule Österreichs gebaut. Später (1978) wurde der Komplex noch mit der Mittelschule und der Sporthalle erweitert.

Die GerambRose wird als Würdigung für Leistungen verliehen, die im Sinne der Erhaltung oder Schaffung qualitätsvoller Baukultur erbracht wurden. Nicht die Bauherrschaft, nicht die Planer und auch nicht die Ausführenden, sondern deren gemeinsame Leistung, nämlich das entstandene Bauwerk, steht im Mittelpunkt dieses Preises. Neben der eigentlichen Würdigung der herausragenden Bauleistungen soll der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit ein breiteres Bewusstsein für baukulturelle Qualität gefördert werden. Der Preis wird alle zwei Jahre vom Verein BauKultur Steiermark vergeben. Heuer gab es acht ausgezeichnete Projekte, eines davon im Bezirk Weiz. In der Sonderkategorie "Klassiker" kann eine Auszeichnung optional vergeben werden. Für diese Auszeichnung kommen Bauleistungen in Frage, die mindestens 50 Jahre alt sind, zur Zeit der Errichtung architektonisch hochwertig waren und die durch die ihnen zugeordnete Funktion sowie durch permanente Pflege auch heute noch von außerordentlicher Qualität sind.

Erste echte Hallenschule

Architekt dieses ausgezeichneten Projekts war Viktor Hufnagl (1922-2007), der Weiz damit auch auf die Stufe einer echten Schulstadt in Österreich hob. Statt vieler Gänge zwischen den einzelnen Schulklassen wurden große Freiflächen mit einer großen Aula geplant, die auch für Veranstaltungen genutzt werden sollte und auch wurde. Seine Vorstellung von Schule und Unterricht in der Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs wurde damals grundlegend neu überdacht. Die 40 mal 40 Meter große Halle ist das Zentrum der Schule, von hier aus werden über eine symmetrische Treppenanlage und Galerien die Klassen erschlossen und sie wird als Pausenraum und für Veranstaltungen genutzt.
Viktor Hufnagl hatte bereits ab den 1950er-Jahren Schulen geplant und gebaut, die eine Annäherung an den Hallenschul-Typus waren.

Unter Denkmalschutz

Im Gegensatz zum später realisierten Gymnasium steht die NMS unter Denkmalschutz. Eine Sanierung des in die Jahre gekommenen und bauphysikalisch wie sicherheitstechnisch den Anforderungen nicht mehr entsprechenden Gebäudes wäre dringend notwendig.
Nicht nur aufgrund der herausragenden Bedeutung für den österreichischen Schulbau und der architektonischen Qualität, sondern auch als Motivation für die Stadtgemeinde, eine adäquate Sanierung voranzutreiben, erkennt die Jury der NMS Weiz die GerambRose Klassiker 2020 zu.

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