Gemeinden bangen dem Zusammenlegen entgegen

Besorgnis und Ratlosigkeit steht in den Gesichtern vieler steirischer Bürgermeister und Gemeinderäte.
Der Aufruf von LH Voves und LHStv Schützenhöfer klingt in der Theorie einfacher, als er dann in die Praxis umzusetzen ist.
Laut Vorgabe sollen neue "Großgemeinden" mit 3-4000 Einwohnern am kostengünstigsten zu führen sein. Was aber bedeutet das genau umgelegt auf unseren ländlichen Raum? Mehrere kleine Gemeinden, die meisten davon in den roten Zahlen, sollen fusioniert werden, um dadurch in der Verwaltung zu sparen.
Natürlich, je grösser die Gemeinde, je mehr Einwohner und je mehr Industrie, desto besser fällt die Bedarfszuweisung vom Land und/oder die Kommunalsteuer aus.
Spinnt man diesen Gedanken aber weiter, so merkt man schnell, dass das Land ja bekanntlich nicht mehr Geld zur Verfügung hat, um all den zukünftigen Großgemeinden genau soviel Geld zu kommen zu lassen, wie es derartige Gemeinden heute bekommen. Das gesamte Fördersystem wird neu überdacht und neu berechnet werden müssen. Bleibt also zu bezweifeln, dass den Großgemeinden dann mehr Geld zur Verfügung steht, als den einzelnen kleinen Gemeinden jetzt.

Viele Fragen unbeantwortet

Außerdem wird befürchtet, dass das Gemeindegebiet unüberschaubare Dimensionen annimmt und das Geld eher wieder in den Ortskern investiert wird, wodurch die Bedürfnisse der Bewohner an den Randzonen übersehen werden.
Wie kann ein reibungsloser, flächendeckender Winterdienst organisiert werden, wie soll man aus lauter Pleitegemeinden eine gesunde Großgemeinde machen, wie die Finanzen übereinanderlegen?
"Groß bedeutet nicht immer billig", stellt VzBgm Robert Reitbauer aus Gschaid bei Birkfeld fest und rechnet sogar eher mit Mehrkosten

Sinnhaftigkeit

Hört man sich all die Bedenken und Einwürfe an, fragt man sich bald, wie gut Voves und Schützenhöfer dieses Experiment durchdacht und durchgerechnet haben.
"Im Burgenland ist man jetzt wieder dabei die Gemeinden zu trennen", fügt Robert Reitbauer hinzu.
"Die Idee der Landesregierung ist bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung, aber zielführender scheinen Gemeindekooperationen zu sein, indem zum Beispiel Schulen und Kindergärten zusammengelegt werden!"

Autor:

Martina Ochsenhofer aus Weiz

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