WKO Weiz
Ohne Arbeitgeber, keine Beschäftigung

In der WKO-Regionalstelle Weiz möchte man auf die Leistungen der Arbeitgeber aufmerksam machen: Bernhard Stranzl, Vinzenz Harrer, Andreas Schlemmer (v.l.).
  • In der WKO-Regionalstelle Weiz möchte man auf die Leistungen der Arbeitgeber aufmerksam machen: Bernhard Stranzl, Vinzenz Harrer, Andreas Schlemmer (v.l.).
  • Foto: WKO Weiz
  • hochgeladen von Martina Rosenberger

Der 1. Mai, Tag der Arbeit, steht vor der Tür. Ein Tag der jedes Jahr seitens der Arbeitnehmervertreter zelebriert wird. Die Rolle der Arbeitgeber findet dabei allerdings wenig Beachtung. Die Wirtschaftskammer hat den 30. April daher als "Tag der Arbeitgeber" ausgerufen. Damit möchte man sich bei den Betrieben für die tägliche Leistung und die Sicherung von Wachstum und Wohlstand bedanken. Dazu soll der Tag auch für eine inhaltliche Auseinandersetzung genutzt werden. "Gerade diesen speziellen Tag wollen wir dafür nützen, um zu sensibilisieren. Denn Tatsache ist: Ohne Arbeitgeber gäbe es keine Beschäftigung und damit keinen Wohlstand. Eine Leistung, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann", betont Vinzenz Harrer von der WKO-Regionalstelle Weiz. Einen Angriff gegen die Arbeitnehmervertreter sieht Harrer darin nicht. Arbeitnehmer und Arbeitgeber seien in der Steiermark ein gutes Team, die gemeinsam vieles erreicht haben. 

Arbeitgeber im Fokus

Ein Blick auf die Statistik unterstreicht ebenfalls die Bedeutung der Arbeitgeber. Im Bezirk Weiz gibt es derzeit 5.925 aktive Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, wovon 1.876 auf die Kategorie Arbeitgeberbetriebe entfallen. 26.827 Menschen konnten im Bezirk durch die gewerbliche Wirtschaft beschäftigt werden. Dies sind rund 2.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr. 
Steiermarkweit werden dabei rund 12,5 Milliarden Euro pro Jahr an Löhnen und Gehältern ausbezahlt. Weitere 3,7 Milliarden fließen aus den steirischen Unternehmerkassen direkt in die Sozialtöpfe. "Durch die Progression sind die von Arbeitgeberseite finanzierten Sozialabgaben allein in den vergangenen fünf Jahren um 14,4 Prozent gestiegen", betont Obmann-Stellvertreter Bernhard Stranzl. Um die Beschäftigung weiterhin zu steigern, brauche es daher eine Trendumkehr. Klar sei, dass sich die Wirtschaft zu den sozialen Errungenschaften bekennt. Wenn aber das Wirtschaftswachstum mit den Kosten des Sozialsystems nicht mehr Schritt halten kann, stehe der gesamte Sozialstaat auf dem Spiel, meint Stranzl. 
Als Erfolgsfaktor der steirischen Wirtschaft zählt die Exportorientierung. Fast jeder zweite Euro wird bereits im Außenhandel verdient. "Mit einem Gesamtvolumen von rund 21,7 Milliarden Euro ist die Steiermark im Österreichvergleich mittlerweile zum drittgrößten Exportbundesland aufgestiegen", weiß WKO Regionalstellenleiter Andres Schlemmer. Den größten Anteil am Gesamtexport nehmen dabei Kraftfahrzeuge ein (23,5 Prozent), gefolgt von Maschinen und mechanischen Geräten (12,3 Prozent). 

Bildung im Fokus

Neben dem Fokus auf Arbeitgeber setzt die WKO weiterhin auf Bildung. Rund 40.000 Personen absolvieren jedes Jahr eine Weiterbildung im WIFI. Trotzdem werden viele Talente noch immer nicht entsprechend erkannt und gefördert. "Eine Verschwendung, die sich unser Standort schon allein aufgrund der demographischen Entwicklung nicht länger leisten kann", so Harrer. Die WKO Steiermark hat daher mehr als drei Millionen Euro in ein Talentcenter investiert, das im ersten Schuljahr 2016/2017 bereits von mehr als 4.000 Jugendlichen aufgesucht wurde und 2018 aufgrund der großen Nachfrage ausgebaut wurde. 
Eine weitere umfassende Investition steht noch bevor. Am Standort Körblergasse in Graz soll auf einer Bruttogeschoßfläche von 11.400 Quadratmetern ein "Center of Excellence" mit modernsten Werkstätten und neuen Qualifizierungsangeboten entstehen. Damit soll die Berufsausbildung digitalisierungsfit und an die Herausforderungen der Zukunft angepasst werden. 
Auch das WIFI in Weiz bietet jährlich rund 60 verschiedenen Kurse und Weiterbildungsangebote an und wird von rund 1.000 bildungswilligen Kunden besucht. „Trotz der Nähe zu Graz wird das regionale Angebot sehr, sehr gut angenommen“, zeigt sich Regionalstellenobmann Harrer erfreut. Das neue Projekt "WIFI-Lehrlingsakademie", das Lehrlingen außerhalb ihres unmittelbaren Berufsumfanges Weiterbildung in sozialen und wirtschaftlichen Kompetenzen anbietet, wird von den Ausbildungsbetrieben sehr gut angenommen. Mit Unterstützung der Businessregion Gleisdorf konnte in den Osterferien zudem erstmals eine Lehrlingsakademie in Gleisdorf durchgeführt werden. 
Auch das WIFI in der Regionalstelle Weiz insgesamt hat einen großen Sprung nach vorne gemacht und konnte eine Steigerung von 27% gegenüber dem Vorjahr erreichen. Besonders gefragt sind dabei das Unternehmertraining, betriebswirtschaftliche Ausbildungen und „Lehre mit Matura“. Deshalb freut sich Regionalstellenobmann Vinzenz Harrer auch besonders, dass alle Kursräumlichkeiten technisch auf den neuesten Stand gebracht wurden. „Investitionen in die Bildung in den Regionen sind der beste Garant für eine erfolgreiche und nachhaltige Regionalentwicklung“, ist Harrer überzeugt.

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