Weltweit nah: Servicefragen

Von links: Karl Grabner, Kajetan Bergles und Günter Schadl
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In Gleisdorf wurde dieser Tage formell der „Styrian Service Cluster“ gegründet. Das bedeutet, in einer globalisierten Wirtschaft, für welche heimische Betriebe weltweit agieren, rücken Spitzenbetriebe der steirischen Industrie im Bereich Service und Ersatzteile etwas zusammen.


Wo es um teure Anlagen geht, erwarten Kunden, daß allfällige Probleme umgehend behoben werden. Das kann aber jederzeit am anderen Ende der Welt passieren. Internet und blitzschnelle Kommunikation haben ein Übriges getan, um mehr Tempo in diese Zusammenhänge zu bringen.

Die Distanzen sind heute so groß, daß man einerseits vor Ort präsent sein muß, um seine Geschäftschancen nicht zu verringern. „Sonst hat man keine Chance“, war zu hören. Andrerseits muß zuhause entsprechend effiziente Arbeit geleistet werden, um all das in Gang zu halten.

Seit etwa 2008 verständigen sich die zuständigen Kräfte großer Häuser darüber, „eine Plattform für Unternehmen mit verwandten Service-Zielen zu kreieren“. Kajetan Bergles von Knapp sagte: „Wir reden darüber immer irgendwo auf der Welt, wenn wir uns treffen. Es war Zeit, das auch zuhause zu tun.“

Es geht also nicht bloß darum, in China oder in den USA oder sonst wo schnell handeln zu können. Karl Grabner, Vorstand bei Binder +Co, erwähnte, daß sie etwa die Hälfte ihres Umsatzes im Bereich Service und Ersatzteile machen würden. Das bedeutet ferner: „Im Servicieren bahnt sich der nächste Maschinenkauf an.“

Wenn diese Betriebe also auch primär mit der Welt kommunizieren, so liegt für Grabner gerade darin ein spezieller regionaler Aspekt. Man braucht hier in der Region hoch qualifizierte Facharbeiter, die ihren Job mögen, um wichtige Aufgaben gut erledigen zu können.

Der „Styrian Service Cluster“ ist aber ebenso gedacht, „um dabei auch unter gleichgesinnten Unternehmen in der Steiermark neue Erkenntnisse und Innovationen zu diskutieren“. Im Zentrum steht freilich das Thema Kundenbindung, wofür bei Binder +Co Günter Schadl verantwortlich ist. Man nennt das den „After Sales-Bereich“, also die Arbeit „Nach dem Verkauf“ einer Anlage.

Es mag nach Understatement klingen, wenn Vorstand Karl Grabner über sein Haus sagt, man sei „fast noch eine etwas zu groß gewordene Schlosserei“. Als er dann, mit Blick auf seine Gäste, lachend anmerkt: „Wir sind hier ja der David unter Goliaths“, dann war das eine Referenz an Branchengrößen wie Knapp, Siemens oder AVL List. Aber David ist in unserer Mythologie eine Figur von besonderem Rang…

Wo: Binder +Co, Grazer Straße 19, 8200 Gleisdorf auf Karte anzeigen
Autor:

martin krusche aus Weiz

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