24.10.2017, 10:04 Uhr

3D-Darstellungs-Vorreiterin mit Sitz in Weiz

Mit speziellen Programmen und Programmbedienungs-Gadgets erweckt sie Pläne und Raum-Ideen zum Leben.

Die Architektin Jitka Derler erweckt Lebensraum zum Leben und macht Weizer Projekte schon vor Baubeginn anschaulich.

Wenn Jitka Derler von all den vielen Möglichkeiten erzählt, die es heutzutage schon gibt, um architektonische Lösungen dreidimensional virtuell oder auch zum Angreifen darzustellen, sprudelt sie fast über vor lauter Worten, Ideen und Begeisterung.
Die Architektin aus dem tschechischen Brünn lebt seit einigen Jahren in Raas bei Weiz, in einem Haus, dessen Inneres die Künstlerin in ihr wiederspiegelt. Den Spagat zwischen ihrem Job als Mama von zwei kleinen Kindern, ihrer Passion, dem Zeichnen und Malen, und ihrem Beruf als Architektin und Designerin schafft sie perfekt, wenn man sich ihre neuesten Projekte ansieht.

Bio-Insel Rosenberger

Virtuelle Architektur mit realistischen Oberflächen und Beleuchtungen, in der man sich einer selbst gewählten Kameralinie entlang bewegen kann – für Jitka Derler ein Kinderspiel. Darum wurde sie für die Darstellung der neuen Bioinsel in Weiz engagiert. Alois Rosenberger wollte die trockenen Zeichnungen und Pläne zum Leben erwecken, um auch seine Partner davon zu überzeugen. "Wenn man virtuell durch das Geschäft geht, kann man sich alles viel besser vorstellen", erklärt er den Nutzen, den er von der 3D-Animation hat.

Bundesschulzentrum Weiz

Ihre Visualisierungen und Animationen muss sie als Künstlerin betrachten, denn "der Computer spuckt nichts von selber aus". Kunst ist für sie auch die Lösung für alle Probleme, die architektonisch auftreten können: So etwa soll in Zukunft eine Statue den Mopedparkplatz des Bundesschulzentrums Weiz abgrenzen, ohne als Absperrung sichtbar zu werden. Der Innenhof des Bundesschulzentrums ist das zweite große Projekt, das Jitka Derler im Weizer Bereich virtuell ausgearbeitet hat, bevor es nun vor Kurzem zu Schulbeginn realisiert wurde.

Vermeidung von Planungsfehlern

100 bis 150 Stunden sitzt die diplomierte Architektin Jitka Derler an so einem Projekt, bis alles auf dem Bildschirm richtig modelliert ist, das Licht und alle Materialien stimmen. Und dann kommt noch die Videobearbeitung, der Ton und der Schnitt dazu. "Mit Animationen kann man schon im Vorhinein sehr viele Fehler vermeiden", erklärt sie. "Wenn man weiß, dass das noch 50 oder 30 Jahre so stehen wird, sollte man sich vorher die Zeit und Energie nehmen, um alles vorher darzustellen, bevor man das Geld in die Hand nimmt".

Visualisierungen für alle Fälle

Man muss allerdings kein Bundesschulzentrum bauen, um Jitka Derler's Können und die vielen aktuellen Möglichkeiten der Architektur-Darstellung in Anspruch zu nehmen: Es können auch kleine architektonische Änderungen am eigenen Haus oder Einrichtungsfragen in der Wohnung sein, die man sich lieber auf dem Bildschirm anschauen möchte, bevor man sie in die Realität umsetzt. 
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