07.02.2017, 11:53 Uhr

Die Rolle des Mannes im Wandel der Zeit

Mit lustigen Anekdoten führte Universitätsprofessor Leopold Neuhold die 35 Besucher durch den Vortrag. (Foto: Thomas Sölkner)
St. Margarethen/Raab: Hügellandhalle |

Universitätsprofessor Leopold Neuhold über die Männerrolle in St. Margarethen/Raab.

"Men only" hieß es beim Vortrag "Wertewandel als Herausforderung: Männer in Rollenkonflikten in Bezug auf Erziehung?" von Universitätsprofessor Leopold Neuhold in der Hügellandhalle in St. Margarethen/Raab. 35 Väter und Großväter folgten der Einladung.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einleitung durch Thomas Sölkner, den Vertreter der Eltern-Kind-Bildung, referierte Neuhold in heiterer Art über die Aspekte des Mannseins in der heutigen Zeit. Er spannte den Bogen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das Verständnis von Familie und die Aufgabenverteilung von Mann und Frau haben sich allein in den letzten 50 Jahren sehr verändert. Das früher allgemein gültige Rollenverständnis ist beliebig geworden. Beinahe jede Aufteilung wird akzeptiert – und das ist gut so. "Anything goes, but nothing comes", sagte Leopold Neuhold und zeigte damit, dass man mit dieser Beliebigkeit nun umgehen müsse. Die perfekte Lösung jedoch gibt es laut dem Universitätsprofessor nicht. Der für Männer so wichtige Begriff der Arbeit hat sich ebenfalls verändert. Einerseits ist Arbeit nur mehr Erwerbsarbeit, die bezahlt wird, andererseits werden viele Tätigkeiten, die früher einfach getan wurden, nun auch als Arbeit bezeichnet: Trauerarbeit, Beziehungsarbeit, etc. Ein weiteres Thema ist die Zeit. Sie ist immer gleich lang, nur erleben wir sie laut Neuhold völlig unterschiedlich: "Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung und müssen erkennen, dass einige Dinge sich nicht beschleunigen lassen, wie zum Beispiel die Erziehung von Kindern." Die Themenbereiche würzte der Universitätsprofessor immer wieder mit lustigen Anekdoten. Laut Thomas Sölkner ein sehr unterhaltsamer und interessanter Vortragsabend.
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