29.06.2017, 17:46 Uhr

Eineinhalb Liter Flüssigkeit am Tag reichen aus

Die Temperaturen sind der Jahreszeit entsprechend hoch. Der Körper schwitzt, verliert so am Tag und in der Nacht während des Schlafes unaufhörlich Flüssigkeit, die der Mensch durch Getränke und Speisen wieder zu sich nehmen muss. Wie viel aber soll getrunken werden?
„Der Mensch soll trinken, wenn er Durst verspürt“, so der Allgemeinmediziner Bernhard Fitzek. „Empfehlungen von fünf oder mehr Litern Flüssigkeit täglich stimmen grosso modo nicht.“ Die Nierenfunktion würde auch bei dieser großen Menge an Wasser nicht besser. Die Gefahr, zu viel zu trinken, gebe es bei gesunden Menschen zwar nicht, aber auch ein zu wenig ist kaum möglich. Ausnahmen seien ältere Menschen mit schwindendem Durstgefühl und Menschen mit Durchfall- oder Gichterkrankungen. „Eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag reichen dem erwachsenen Menschen aus“, so Bernhard Fitzek. Bei diagnostizierter Herzschwäche solle man eher weniger, bei Nierenschwäche mehr trinken. Die Frage, ob das Trinken von viel Wasser gegen Falten hilft, beantwortet der Mediziner ironisch: „Nur, wenn Ödeme gesund sind. Denn Wasser, das nicht abtransportiert wird, ist nichts anderes.“
Viel wichtiger als die Wissenschaft um die Menge der zu sich genommenen Flüssigkeit ist dem praktischen Arzt die Qualität des Wassers. „Hygiene und Reinheit sind wesentliche Faktoren.“
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