11.06.2018, 21:32 Uhr

LKH Weiz rüstet sich für Zukunft

Künftig ist auch im LKH Weiz der neue Job des Pflegefachassistenten gefragt, der ein sinngebender Beruf mit Zukunft ist.

Wenn Pflegedirektorin Susanna Reisinger, ihre Stellvertreterin Johanna Mandl sowie ihr Team die Qualität der Praxisanleitung im Landeskrankenhaus Weiz genauer unter die Lupe nehmen, können sie getrost eine positive Zwischenbilanz ziehen.

Seit gut einem Jahr sind mehrere ausgebildete Praxisanleiterinnen und Mentorinnen in allen Fachbereichen damit beauftragt, Auszubildende – aber auch neue Mitarbeiter – in den pflegerischen Arbeitsalltag zu integrieren und diese zu begleiten. Dabei stehen den diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen speziell für diese Aufgabe zeitliche Ressourcen zur Verfügung, die voll und ganz den angehenden Pflegefachkräften im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung zugutekommen. Bereits in einem Erstgespräch legt man individuelle Ziele für die Praktikumszeit fest – ein Praxisleitfaden strukturiert dabei den Arbeitsalltag; Feedback-Gespräche über ihren Ausbildungsstand sollen die Praktikanten auf dem Laufenden halten.

Hohe Ausbildungsqualität

Großen Wert lege das Team auf eine hohe und nachhaltige Ausbildungsqualität – und die trage bereits Früchte: "Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen, dass sich die Auszubildenden in allen Abteilungen von unseren Praxisanleiterinnen vorbildlich und sehr gut betreut fühlen", unterstreicht Pflegedirektorin Susanna Reisinger, die dabei betont, dass rund 100 Personen pro Jahr eine praktische Ausbildung im Landeskrankenhaus Weiz absolvieren würden. Sabine Taucher und Kerstin Schickbichler sind unter anderem im Team der Praxisanleiterinnen. Während Sabine Taucher in der Abteilung für Chirurgie einmal pro Woche für sechs Stunden die Praktikanten und neuen Mitarbeiter betreut, ist Kerstin Schickbichler auf der medizinischen Station tätig.

In 3.200 Stunden zum Beruf

Die Novelle zum Gesundheits- und Krankenpflegegesetz ermöglicht seit 1. September 2016 die zweijährige Diplomausbildung zum Pflegefachassistenten (kurz: PFA), der den gehobenen Dienst unterstützt. Das Thema sei präsent, "bis dato jedoch wissen zu wenige, dass es diese Berufsgruppe gibt", ist sich Reisinger sicher. Ab 2024 werden keine Pflegeassistenten (vormals: Pflegehelfer) mehr, was den Akutbereich im LKH betrifft, neu eingestellt. Der Pflegefachassistent rückt demnach immer mehr in den Mittelpunkt. Die Diplomausbildung dauert zwei Jahre (3.200 Stunden) und ist ab dem 17. Lebensjahr möglich – die Umschulung von Pflegeassistenz auf Pflegefachassistenz dauert ein Jahr. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass Letztere eigenständiger arbeiten kann und mehrere Kompetenzen (Katheterisierung etc.), aber auch mehr Verantwortung, auferlegt bekommt. Noch übernimmt das Land Steiermark an allen sechs Landesschulen in Graz, Frohnleiten, Leoben, Stolzalpe und Bad Radkersburg die Ausbildungskosten für den Grundkurs – ein Beruf mit großer Sicherheit und Zukunft, wie die Pflegedirektion weiß. "Und wenn man ihn gerne macht, ist es ein sehr schöner", wirft Kerstin Schickbichler ein. Eine wesentliche Neuerung ist auch, dass die allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege künftig auf der Fachhochschule vermittelt wird.

Pensionswelle strömt herbei

Eine Herausforderung, der sich auch das LKH Weiz stellt, ist der Engpass an Pflegepersonal und der bevorstehende Höhepunkt der Pensionswelle des stärksten Jahrgangs, der sogenannten Generation "Babyboomer". Entsprechend groß ist die Personalnachfrage. Etwa 15 neue Pflegemitarbeiter stellt das LKH Weiz pro Jahr ein. Um auch potentielle junge Arbeitnehmer für den Pflegeberuf zu begeistern, bietet die Anstaltsleitung im ersten Quartal und im Herbst bezirksweit den zweitägigen Workshop "Open doors" für Schnupperschüler an. Dabei bekommen rund 60 Schüler Einblick in die unterschiedlichsten Berufe, die man im Krankenhaus ausüben kann. Eine Schnuppermöglichkeit für all jene, die im Erwachsenenalter Interesse an einem Pflegeberuf haben, gibt es nicht mehr. Daher bietet die Pflegedirektion interessierten Personen direkt im Landeskrankenhaus die Möglichkeit für ein individuelles Gespräch. Weitere Informationen dazu und Terminierung: siehe Infobox unten. Jetzt informieren!

Kontakt

Ansprechperson
Praktikum/Ausbildung
Johanna Mandl
Telefon: 03172/22142140
E-Mail: johanna.mandl@lkh-weiz.at
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