01.02.2017, 10:31 Uhr

Neues Großprojekt für die Chance B

Beim Auftakttreffen der Projektumsetzung „Age friendly region“ mit den Projektpartnern in der Chance B in Gleisdorf. (Foto: Chance B)

Mit dem Projekt "Age friendly region" will man Regionen altersfreundlich machen.

Im Alter zu Hause leben wird in Zukunft kein Problem mehr darstellen. Zumindest wenn es nach der Chance B aus Gleisdorf geht. Mit dem Projekt "Age friendly region" sollen die Weichen gestellt werden, damit ältere Menschen die Möglichkeit haben, zu Hause zu bleiben. Unterstützt werden sie zudem vom Lions Club Gleisdorf. Mit einem Projektvolumen von rund 650.000 Euro wird in den nächsten drei Jahren in den Bezirken Weiz und Hartberg/Fürstenfeld als Modellregionen das Projekt umgesetzt. Die Europäische Union deckt 85 Prozent des Betrages als Förderung ab. Fünf Prozent Förderung kommen vom Fonds Gesundes Österreich.
"Für die restlichen zehn Prozent werden wir noch um weitere Förderungen ansuchen", erklärt der Leiter der Projektabteilung, Michael Longhino von der Chance B. Projektleiter ist Christoph Pammer. Er hat bereits für verschiedene Einrichtungen des Gesundheitssystems als Berater gearbeitet und ist Diplomsozialarbeiter. "Meine Motivation ist eine, die alle haben, wenn sie jemals einen älteren Menschen gepflegt haben. Da kommt man irgendwann in eine Situation der Hilflosigkeit und so etwas motiviert, ein Projekt wie dieses umzusetzen", sagt Pammer.

Age friendly region

Ab September 2017 sollen drei Case and Care Manager für alle Bewohner der Modellregionen da sein. Nach einer Terminvereinbarung trifft man sich mit dem Case and Care Manager vor Ort und der bespricht die weitere Vorgehensweise. Seine Aufgabe ist es, die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt zur Familie zu bringen. Auch beim Thema Finanzierung kann man sich Beratung holen. Mindestens 100 ältere Menschen sollen davon profitieren. "Die Case and Care Manager sollen eine Anlaufstelle für umfassende Beratung und Begleitung im Bereich der Pflege sein", so Pammer. Alles was man braucht, um zu Hause bleiben zu können, ist laut dem Projektleiter ein Thema: vom Einkaufengehen bis hin zur 24-Stunden-Pflege.
In Weiz will man zum Beispiel mit der Einrichtung Weiz Sozial zusammenarbeiten. "Dank der Förderung der Europäischen Union ist es möglich, zu zeigen, dass man im Alter zu Hause leben kann. Auch wenn sich der bürokratische Aufwand gewaschen hat. Es zahlt sich aus", so Pammer.


Ungarn als Partner

Die Ungarn wollen gleich wie die Chance B ein Case and Care Management einführen. Mit ihnen habe man einen Kooperationspartner, mit dem man sich austauschen und wo man sich gegenseitig Tipps bei schwierigen politischen Herausforderungen geben kann. Das European Centre for Social Welfare Policy and Research in Wien fungiert als wissenschaftlicher Partner.
Laut Pammer hofft man, dass durch das Projekt einmal jeder ältere Mensch die Möglichkeit hat, zu Hause zu bleiben.
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