14.03.2017, 06:42 Uhr

Reichtum "Wald" für Jung und Alt

Bei Bewerben zeigt Christine Pichler ihr Wissen und Können. (Foto: Christine Pichler)

Der Nachwuchs und starke Partner, wie der Waldverband, gestalten die Wälder von morgen.

Über 5.000 Waldbesitzer bewirtschaften mit Sorgfalt etwa 57.000 Hektar Waldbestände im Bezirk Weiz. Eine tägliche Herausforderung, die starke Partner an der Seite der Betriebe und Landwirte verlangt. Durch den Zusammenschluss vieler Waldbesitzer hat sich der Waldverband in der Steiermark, aber auch auf Bezirksebene, zu einem der größten privaten Rundholzvermarktungsunternehmen in Österreich entwickelt. Die Wertschöpfungskette wurde optimiert und Waldbauern profitieren nun davon. Durch die Einbindung der Jugend und jungen Erwachsenen sollen die Verbundenheit zur Natur und die Wertschätzung der Arbeit generationenübergreifend gefördert werden. "Wir wollen, dass alles anders wird und gleichzeitig, dass alles beim Alten bleibt. Der Waldverband ist in seinen Strukturen bei Altbewährtem geblieben, hat sich aber in den letzten Jahren dem digitalen Fortschritt gestellt. Wir vertrauen darauf, dass unser Tun auch kommenden Generationen dienlich sein wird", betont Gabriele Vorraber, Geschäftsführerin der Regionalstelle Weiz des WVB Steiermark. Paul Lang, Obmann des Waldverbandes Steiermark, sagt: „Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet. Deshalb freut es mich, dass sich in der gesamten Steiermark junge Waldbesitzer mit vollem Einsatz in die Gestaltung der Zukunft des Waldverbandes einbringen."

Gestaltungskraft Jugend

Der Nachwuchs gestaltet den Wald von morgen mit. Auf diese verantwortungsvolle Aufgabe ist der in Passail/Hohenau lebende Stefan Raith stolz. Sein Großvater Vinzenz Raith erwarb in den Achtzigerjahren ein Sägewerk, das Stefans Vater später übernahm. Folglich half der 26-Jährige im Betrieb mit, was sein Interesse für Holz weckte. Heute arbeitet Stefan im Unternehmen geringfügig mit und bewirtschaftet zu Hause als Landwirt 24 Hektar Nadelmischwald sowie 20 Hektar Grünland. "Es ist sehr entspannend, wenn man im Wald ist. Da hat man seine Ruhe und man kann sich die Arbeit selbst einteilen", schwärmt Stefan Raith, der auch als Jäger auf die Pirsch geht.

Gemeinsam mehr erreichen

Raith sieht im Waldverband einen sehr wichtigen Partner an der Seite des Sägewerkes. "Wir schauen, dass wir das Holz von der Umgebung bekommen und das meiste auch vom Waldverband, der ein großer Partner für uns ist", sagt der Holz- und Sägetechniker. Lobenswert, so Raith, sei unter anderem auch die Jugendarbeit des Waldverbandes. "Bei Waldstammtischen können Waldbesitzer untereinander ihr Wissen austauschen und fachsimpeln." Wichtige Themen seien derzeit die schnelle maschinelle Entwicklung oder die Schwierigkeit, bei kleineren Betrieben einen Nachfolger zu finden.

Powerfrau am Fichtenmoped

Im land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in St. Kathrein/Off. beweist die 23-jährige Christine Pichler, dass auch frau mit den Herausforderungen der Waldbewirtschaftung klarkommt. "Ich bin gerne draußen in der Natur", sagt die Jägerin. Sie könne sich noch gut daran erinnern, wie sie von ihrem Großvater die erste Motorsäge bekommen habe, um von klein auf das "Handwerk" zu erlernen. "Die Arbeit ist ein wenig untypisch für eine Frau. Manche fragen mich dann auch: 'Was? Du machst so etwas?!'", gibt Christine lächelnd preis. Im Wald finde sie – neben Arbeit – auch Entspannung pur. "Der Trend, dass Leute Erholung im Wald suchen, wird sich verstärken", ist sie sich sicher.



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