19.12.2017, 12:33 Uhr

Wann kommt MR tatsächlich nach Weiz?

Jahrelanger Einsatz: Koordinator Gerhard Ziegler, Bürgermeister Erwin Eggenreich und Steirischer GKK-Vizepräsident Vinzenz Harrer.

Mit dem Fast-Beschluss der GKK stellen sich einige Fragen: Warum dauert es so lange, und wann und wie kommt die Diagnosemöglichkeit wirklich endlich nach Weiz?

Die 2012 gegründete Plattform "Ein MR für Weiz" ist ihrem Ziel heute so nahe wie nie zuvor: Die Steirische Gebietskrankenkasse hat den Entschluss gefasst, in Zukunft auch in Weiz einen Magnetresonanztomographen (MRT), ein Gerät zur medizinischen Diagnoseerstellung, mit einem Kassenvertrag zugänglich zu machen.

Kassenvertrag statt Privatvergnügen

Da diese Geräte bis zu einer Million Euro kosten, und es als Wahlarzt sehr langwierig sein kann, die Kosten wieder von denen hereinzuholen, die sich Privatuntersuchungen leisten können, ist ein Kassenvertrag fast unerlässlich. Robert Zöhrers Praxis Thalhammer ist die derzeit einzige Weizer Praxis mit einer Standortgenehmigung für dieses Gerät, weshalb er höchstwahrscheinlich derjenige sein wird, der es kauft und es auch dort zum Einsatz kommen wird. Bis dahin dauert es aber noch: Zwar soll der letzte Antrag noch bis Februar nach Wien eingereicht werden, der GKK-Vizepräsident und Weizer Wirtschaftskammerobmann Vinzenz Harrer rechnet allerdings mit einer Genehmigungsdauer von bestenfalls eineinhalb Jahren. Reell betrachtet wird man also in frühestens erst eineinhalb bis zwei Jahren zum MR nach Weiz fahren können.

MR-Lobbying verzögerte alles

Weshalb das alles so lange gedauert hat? In der Landeshauptstadt Graz befinden sich bereits mehr dieser Geräte als eigentlich geplant, weshalb einerseits von GKK-Seite der Bedarf gedeckt wäre, und andererseits natürlich die Lobby, die hinter den bereits bestehenden MRT-Zentren steht, nicht begeistert davon ist, Konkurrenz aus den Regionen zu bekommen. Doch der Bedarf ist gegeben: Die Zahlen, die Projektkoordinator Gerhard Ziegler vorliegen, belegen, dass pro Jahr etwa 7.500 MR-Untersuchungen an Weizern vorgenommen werden. Ein MR im Bezirk würde nicht nur Wege sparen, sondern auch Zeit – was gerade dann, wenn Gewissheit über Krankheit oder Gesundheit her muss, Leben retten kann.
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