05.11.2017, 10:41 Uhr

Was wird eigentlich in die Restmülltonne geworfen? - Analyse mit erschreckendem Ergebnis

Thomas Matzer, 2. Vizebürgermeister von St. Ruprecht und Obmann der St. Ruprechter Grünen, analysierte den Inhalt einer Restmülltonne von einem Mehrparteienhaus - das Ergebnis war erschreckend.

Momentan werden in St. Ruprecht die Restmülltonnen alle sechs Wochen entleert. Aber nach kurzer Zeit sind die Tonnen, vor allem bei Mehrparteienhäusern, bereits wieder voll. Aus diesem Grund entleerte Thomas Matzer eine Restmülltonne, trennte den Inhalt und analysierte das Ergebnis. Es ist erschreckend, was die Leute in die Restmülltonne werfen. Getränkedosen - teilweise noch mit Inhalt, der Ausläuft, Essensreste, Pflanzen, Papier, Plastik, der Inhalt des Katzenklos, täglich in ein extra Plastiksackerl gepackt, sogar eine Pizzaschachtel mit der halben Pizza war dabei. Nur ein sehr kleiner Anteil war wirklich Restmüll, den Großteil machten biogene und mineralogische Abfälle aus.
"Wir in St. Ruprecht haben ein tolles System für die Biomüll-Entsorgung. Es gibt Papiersäcke,  die sehr viel aushalten, wenn sie richtig belüftet werden. Jeder Haushalt hat dazu die passenden Gitterkörbe erhalten. Jeden Montag Morgen werden die Bio-Säcke vor der Haustür abgeholt und zur Kompostieranlage gebracht. Durch die hohe Temperatur und Feuchtigkeit verrotten die Abfälle innerhalb kurzer Zeit. Sogar Zigarettenstummel lösen sich in unserer Anlage schnell auf", erklärt Thomas Matzer.

Durch richtige Mülltrennung könnte man sich auch einiges an Kosten sparen.

Die Müllabfuhr würde um einiges billiger werden, wenn der Restmüll nicht alle sechs Wochen sondern in längeren Abständen geholt werden würde. Wenn jeder ordentlich den Müll trennen würde und nicht einfach alles in die Restmüll-Tonne werfen würde, wären die Tonnen nach sechs Wochen nicht einmal halb voll. Das zeigt auch die Müllanalyse von Matzer. Der Anteil an "echtem" Restmüll bedeckte gerade mal den Boden der Tonne, die zuvor noch über den Rand voll war. 
"In den Restmüll gehören zum Beispiel kaputte Feuerzeuge, Stifte und Kosmetiktücher, die man nicht zerreissen kann - kann man sie doch zerreissen sind sie biologisch abbaubar und gehören in den Bio-Müll. Auch Wattepads gehören in den Bio-Müll, genau so wie der Inhalt des Katzenklos, verschmutztes Papier, Essensreste, Pflanzen und Bananenschalen. Wir werden jetzt verstärkt auch stichprobenartige Analysen machen. Wenn sich dabei nachvollziehen lässt, wer den Müll nicht trennt, wird eine Nachsortierungsgebühr in Höhe von 50 Euro eingehoben!", so Matzer.
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