31.10.2017, 09:28 Uhr

Höchste Eisenbahn für den Zug in Weiz

Seit der Baubewilligung 2015 wurden die Schienen in Rekordzeit fertig, der Betrieb lässt aber noch auf sich warten.

Seit Mitte September ist der Schienen-Fahrweg quer durch Weiz fertig – nur noch Restarbeiten wie Teile der Haltestellen sind noch offen. Trotzdem ist die Strecke für den Personenverkehr noch nicht freigegeben. Woran das liegt und bis wann die Weizer Schüler mit ihrem Zug rechnen können, hat die WOCHE hinterfragt.

"Klar war es unser Ziel, zu Schulbeginn fertig zu sein und alle Bewilligungen zu haben", erzählt Daniel Gößler, zuständiger Projektleiter der Steiermärkischen Landesbahnen. Doch obwohl die rund 800 Meter Schienen vom Weizer Bahnhof bis zum Stadion seit der Baubewilligung 2015 in Rekordzeit gelegt wurden, ist man nun von den unendlich langsam mahlenden Mühlen der österreichischen Behörden abhängig. "Der Terminplan war etwas zu sportlich", meint Gößler.

Weiz als Präzedenzfall

Schon in der Gemeinderatssitzung letzten Monat wurde das Thema "Schienen" in der Fragerunde von den Gemeinderäten aufgegriffen: Wann fährt der Zug endlich? Woran liegt es, dass zwar alles fertig ist, unsere Schüler aber trotzdem noch zu Fuß zur Schule gehen müssen? Bürgermeister Erwin Eggenreich sagte damals: "Wir wissen es nicht – seitens des Ministeriums passt immer etwas nicht."
Daniel Gößler meint dazu: "Klar, der Bürgermeister und das Bauamt hätten gerne, dass alles sofort fertig ist." Ganz so einfach sei es aber nicht, weil Weiz mit dieser Art des Personenverkehrs im Stadtgebiet mit einem Spezialfall zu tun habe, den es so in Österreich noch nicht gebe; Busse und als Straßenbahnen geführte Waggons, ja, aber keine Züge.

Stadt nur "Trittbrettfahrer"

Darum müssten extra für Weiz neue Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das brauche seine Zeit: Derzeit ist die Sicherheitsgenehmigung in der Bundesbehörde in Arbeit, danach geht es für die Betriebsbewilligung zur Landesbehörde. Wie lange das dauern wird, ist derzeit noch nicht absehbar.
Der Technikbereichsleiter des Weizer Bauamts Gerd Holzer bestätigt: "Prinzipiell ist das ein Behördenverfahren, da sind die Fachleute dran. Wir sind hier nur Trittbrettfahrer."
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