28.11.2016, 20:31 Uhr

12 Roll-ups bereicherten den Unterricht im BSZ in Weiz

Weiz: BSZ Weiz | Die vom Landesschulrat für Steiermark empfohlene Dokumentations-Ausstellung „Die vergessenen Opfer der NS-Zeit“ wurde vom 18. bis zum 25. November 2016 in der Aula der HLW in Weiz gezeigt.

Die Ausstellung, die vom Verein Lila Winkel den Schulen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, wurde bereits 176-mal im Bezirk Weiz gezeigt. Die 12 Roll-ups zeigen Bilder und Texte, die über die Gräuel des Nazi-Regimes informieren und die Verletzung der Menschenrechte in dieser Zeit aufzeigen. Bücher, Broschüren und Zeitungsberichte von Zeitzeugen, Historikern und Aktiv-Bürgern runden das Bild ab.

Während der NS-Zeit wurden Wehrdienstverweigerer mit dem Tod bestraft. Das Regime kannte kein Erbarmen.

Drei Männer aus dem Bezirk Weiz verloren deswegen ihr Leben. Alois Wagner aus St. Ruprecht/Raab, Rupert Heider aus Anger und Josef Kropf aus Harl bei Puch weigerten sich in der deutschen Wehrmacht zu kämpfen. Alois Wagner und Rupert Heider wurden in Berlin hingerichtet. Josef Kropf wurde in Harl bei Puch verhaftet und ins Gefängnis nach Graz gebracht. Er kam ins KZ Sachsenhausen und erhielt dort die Häftlingsnummer 3738. Er verstarb (Todesursache nicht genannt, d.h. er könnte auch hingerichtet worden sein) am 10.5.1940 in Sachsenhausen.

Die Ausstellung „Die vergessenen Opfer der NS-Zeit" die den Schulen in ganz Österreich gezeigt wird, versucht an das Unrecht, welches unter dem NS-Regime geschah, zu erinnern.

Das Recht auf Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen wird leider auch im 21. Jahrhundert nicht in allen Staaten anerkannt.

Details über die Aktivitäten vom Vereine Lila Winkel auf: http://www.lilawinkel.at/
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