25.10.2017, 16:53 Uhr

"Sind auf dem Weg zur Vorzeigestadt"

Mit Initiativen geben Axel Dobrowolny (Stadtmarketing) und Alexandra Neuhold (Einkaufsstadt) dem Weizer Handel Impulse.

Alexandra Neuhold und Axel Dobrowolny im großen WOCHE-Interview über die Entwicklung des Handels in der Stadt Weiz.

Nicht nur die WOCHE-Initiative "Wir kaufen daheim" unterstützt den regionalen Handel, auch das Stadtmarketing-Team unter GF Axel Dobrowolny und das Team der Einkaufsstadt Weiz rund um GF Alexandra Neuhold sind tagtäglich darum bemüht. In letzter Zeit kursiert zum Teil jedoch – insbesondere in sozialen Netzwerken – Verdrießlichkeit, was den Handel betrifft. Was steckt dahinter, wie ist Weiz aufgestellt? Axel Dobrowolny und Alexandra Neuhold standen Rede und Antwort.

Was schätzen Menschen, wenn sie in Weiz einkaufen?
ALEXANDRA NEUHOLD: "Ich glaube, dass es der kleinstrukturierte Handel und das Einkaufserlebnis sind. Besonders im Bereich Damen-Mode sind wir sehr gut aufgestellt. Der eine oder andere Trendsetter fehlt uns noch bei der Herren-Mode, aber man sollte schon mit offenen Augen durch die Stadt gehen und die Möglichkeiten sehen."

AXEL DOBROWOLNY: "Unser Dienstleistungsbereich ist neben dem Handel sehr wertvoll. Sowohl Kunden aus der Region als auch Gäste – z. B. aus Wien – kaufen gerne in Weiz ein."

Auf Facebook kommt es zu Diskussionen, Weiz hätte Handelsprobleme, kein attraktives Angebot etc. Was sagen Sie dazu?
DOBROWOLNY: "Wir verfolgen die Facebook-Diskussionen sehr aktiv. Interessanterweise hat niemand, den wir eingeladen haben, mit uns ein Gespräch über die kritischen Kommentare zu führen, die Einladung angenommen. Unsere Türen stehen offen, aber ich finde es nicht fair, wenn Menschen Behauptungen über das Internet verbreiten und dann nicht für Gespräche bereit sind. Die Wirtschaftsdaten sagen nämlich etwas ganz anderes."

NEUHOLD: "Die kritischen Stimmen auf Facebook sollten ihr Einkaufsverhalten hinterfragen. Es ist wesentlich leichter, per Knopfdruck im Internet etwas zu bestellen. Das Einkaufserlebnis in Weizer Betrieben, das Flair der Stadt, ist jedoch unvergleichlich."

Hört man sich um, verlautbaren jedoch auch einige Betriebe kritische Kommentare.
NEUHOLD: "Ja, man hört sie auch auf der Handelsseite. Jeder Betrieb in der Stadt lebt von Frequenz. Weiz hat eineinhalb recht turbulente Jahre hinter sich. Der Bau der Ortsdurchfahrt war eine Herausforderung für alle. Doch dieses Projekt führt man nicht alle zwei Jahre durch, sondern es ist ein Jahrhundertprojekt, das jetzt im Finalisieren ist. Die Stadtgemeinde arbeitet wirklich mit Hochdruck daran. Wenn die Menschen das positiv annehmen und das Angebot nutzen, dann bin ich davon überzeugt, dass auch die Frequenz wieder zurückkehren wird.

Ich bin überzeugt, dass in drei Jahren kein Mensch mehr sagen wird: Weiz ist am Sterben.
Ja, wir arbeiten am Handel, und ich bin davon überzeugt, dass wir auf dem Weg zur Vorzeigestadt sind."

Welche Handelsaktionen und Initiativen sind geplant?
NEUHOLD: "Am 31. Oktober startet der beliebte Super-Bonus-Pass – ein Dankeschön an unsere Kunden, die in Weiz einkaufen. Im nächsten Jahr bauen wir auch die Weizcard zu einer Bürgerkarte aus. Damit wollen wir eine einzigartige Vorreiterrolle übernehmen. Es soll ermöglicht werden, sie als Eintrittskarte zu verwenden. Wir wollen, dass jeder die Bürgerkarte wie die E-Card im Geldtascherl hat."

DOBROWOLNY: "Neben dem Bauernmarkt am Hauptplatz gibt es jetzt auch einen Monatsmarkt im OT Krottendorf, wir haben die Initiative 'Gemeinsam stark für Weiz!' ins Leben gerufen und die Ergebnisse der Handelskampagne 'Ich fahr ab auf Weiz' wurden kürzlich präsentiert."

Sie kaufen gerne in Weiz, weil ...
DOBROWOLNY: "Weil ich die persönliche Beratung und das Gefühl, dass sich jemand um mich als Kunde annimmt, schätze."

NEUHOLD: "Weil es meine Heimat- und Wohnstadt ist, in der ich das Einkaufserlebnis in Ruhe genieße und mich vom Alltag ausklinke."


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