Diabetes vorbeugen
Diabetes mellitus: Prävention ist wichtig

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WELS (ah). Am 14. November ist Weltdiabetestag. Etwa 700.000 Österreicher leiden an Diabetes mellitus, rund 260.000 wissen noch nichts von ihrer Erkrankung.

Die Stoffwechselerkrankung führt zu chronisch erhöhten Blutzuckerwerten, da das Hormon Insulin im Körper entweder nicht wirkt oder nicht ausreichend produziert werden kann.

Diabetes mellitus wird vor allem durch Übergewicht und Bewegungsmangel ausgelöst, kann aber auch genetisch bedingt sein. Unbehandelt führen dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte zu schweren Gefäßerkrankungen.

„260.000 Menschen in Österreich leiden an Prädiabetes, der Vorstufe der Erkankung“, erklärt Eva Fritz, Spezialistin für Stoffwechselerkrankungen an der Abteilung für Innere Medizin I am Klinikum Wels-Grieskirchen. „Deshalb ist es wichtig, die Wahrnehmung in der Bevölkerung für die Frage zu heben, ob man zu einer Risikogruppe für die Erkrankung zählt“, betont die Medizinerin.

Übergewicht, Bluthochdurck, erhöhte Blutfettwerte oder Diabetes-Fälle in der Familie zählen zu den Risikofaktoren. Gesunde Ernährung, wenig Fett- und Zuckerkonsum, und regelmäßige Bewegung können langfristig verhindern, dass aus Prädiabetes der Typ-II-Diabetes – an dem 90 Prozent der Diabetes-Patienten leiden – entsteht.

Anzeichen einer Diabetes-Erkrankung

„Besonders kleine Kinder sollte man nicht an stark zuckerhaltige Produkte gewöhnen, sondern mit einer ausgewogenen Mischkost und naturbelassenen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Obst und Gemüse aufwachsen lassen“, rät Fritz auf Prävention.

Erste offensichtliche Anzeichen einer Diabetes-Erkrankung sind Konzentrationsschwäche, starker Durst und ständiger Harndrang, ein Blutzuckertest bringt schnell Klarheit. Eine geringe Blutzuckererhöhung hingegen bleibt häufig symptomlos und somit unbehandelt. „Das große Problem bei Diabetes ist, dass durch einen über viele Jahre unbemerkten erhöhten Blutzuckerspiegel bei der Erstdiagnose bereits Schädigungen vorliegen können“, erklärt die Expertin.

Neben der Gefahr von akuter Unter- oder Überzuckerung, kann Diabetes vor allem zu Gefäß- und Nervenschädigungen führen. Häufig sind Herz, Augen oder Nieren betroffen, es kann auch zu einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit kommen.

Therapiemöglichkeiten für Diabetes-Typ-II

Zur Therapie von Diabetes-Typ-II stehen heute verschiedenste Medikamente mit unterschiedlichen Ansätzen zur Verfügung. „Während manche Präparate die Insulinresistenz mindern, fördern andere die Zuckerausscheidung über den Harn“, so Fritz. Zusätzlich bieten manche Medikamente einen zusätzlichen Schutz für das Herz-Kreislauf-System. Muss Insulin zugeführt werden, gibt es seit kurzem ultralange und ultrakur wirksame Insuline, die die Gefahr eines verminderten oder vermehrten Zuckergehalts im Blut reduzieren. Und auch für Typ-1-Diabetiker, die an einem absoluten Insulinmangel leiden, haben sich innovative Mess- und Behandlungskonzepte etabliert und verhelfen den Betroffenen zu mehr Lebensqualität.

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