Einsamkeit Weihnachten
Einsamkeit zu Weihnachten ist doppelt schwer

Distanz oder der Tod von lieben Familienangehörigen – Einsamkeit zu Weihnachten kann viele Gründe haben.
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WELS (ah). Weihnachten ist eigentlich das Fest der Liebe und Freude. Doch nicht alle Menschen blicken diesem Familienfest freudig entgegen. Sie fühlen sich in der Weihnachtszeit alleine und einsam. Vielleicht, weil wichtige Bezugspersonen verstorben sind, vielleicht auch, weil Freunde oder Verwandte weit weg wohnen. Besonders schwer ist es für jene, die erst kürzlich einen lieben Familienangehörigen verloren haben.

Kontakt suchen

„Dann ist Weihnachten oft eine große Belastung, weil das typische Bild vom Weihnachtsfest plötzlich nicht mehr stimmt, besondere Rituale nicht mehr sinnvoll erscheinen“, weiß Irmgard Lehner, Seelsorgerin und Leiterin der Pfarre St. Franziskus in Wels. Wichtig ist nun, die Weihnachtsfeiertage trotzdem nicht ganz spurlos vorübergehen zu lassen und sich nicht völlig in den eigenen vier Wänden zu verkriechen. Warum nicht auch für sich alleine ein paar Kekse backen und sich ein besonderes Weihnachtsessen kochen. „Natürlich soll Trauer und das Gedenken an einen lieben Verstorbenen Platz haben, aber man sollte trotzdem den Kontakt mit anderen Menschen suchen, vielleicht einen Spaziergang machen oder die Messe besuchen“, so Lehner. Sie glaubt daran, dass es hilft über die Trauer und Probleme zu reden um die Einsamkeit leichter zu ertragen. Meist ist die Hemmschwelle groß, doch das ist oft unbegründet. „Sicher gibt es jemanden in der Nachbarschaft, der sich auch über etwas Gesellschaft freut oder dem ich erzählen kann, dass es mir nicht gut geht“, so der Ratschlag der Seelsorgerin. Oft sei auch, gerade zu Weihnachten, das erwartungsvolle Kinderlächeln sehr heilsam – etwa bei einem Besuch in der Kindermette. Wichtig ist auch, gut auf seine Bedürfnisse zu achten und diesen auch Raum zu geben. „Betroffene sollten sich immer fragen, was würde mir jetzt guttun, was kann mir helfen, meine Trauer und Einsamkeit zu überwinden“, so Lehner. Sich Hilfe von außen zu holen ist in diesen Zeiten absolut legitim und vor allem hilfreich. So gibt es in vielen Pfarren, auch in St. Franziskus, Ehrenamtliche oder Seelsorger, die zuhören und in scheinbar ausweglosen Situationen weiterhelfen. Und die Telefonseelsorge ist auch an den Weihnachtstagen rund um die Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 142 erreichbar. Onlineberatung: onlineberatung-telefonseelsorge.at.

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