KONZERTREISE für GUTEN ZWECK

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Das aus Lehrpersonen des OÖ. Landesmusikschulwerkes bestehende Ensemble Capella Concertante rund um Musikschuldirektor Hubert Ecklbauer absolvierte von 2.-15.8.2018 eine Konzerttournee nach Südamerika.

Neben einem Konzert in Buenos Aires in der Usina del Arte - einem renovierten und zu einem großen Kulturzentrum umgebauten Industriekomplex, welcher einem florentinischen Palazzo nachgebaut ist - lag der Schwerpunkt in Bolivien. Die Organisation Alalay, ein Straßenkinderprojekt welches von Walter Witzany (ehemaliger Radio OÖ Moderator) und Cecilia Baldivieso de Witzany (Honorarkonsulin) ins Leben gerufen wurde, organisierte in La Paz ein Benefizkonzert. Neben bekannten Arien aus Opern von Mozart, Rossini und Wiener Musik der Strauss Ära durfte auch der berühmte Libertango von Astor Piazzolla oder eine bolivianische Suite im Programm nicht fehlen. Zum Abschluss des Konzertes spielten einige jugendliche Geigenschüler von Alalay gemeinsam mit Capella den Minor Swing und die Europahymne.

Der Reinerlös des Konzertes in Höhe von € 1.430,- erging zur Gänze an die Organisation. Zusätzlich übergaben die Ensemblemitglieder eine Spende von € 730,- aus Konzerten im Vorfeld der Tournee sowie einer Benefizveranstaltung der Landesmusikschule Haslach. Ein berührender Abend für einen guten Zweck!

Dass die Luft zwischen 3400 und 4000 m – so hoch liegt La Paz – dünn ist, war für das Ensemble weniger ein großes Problem. Vielmehr galt es die Rohre und Blätter der Holzbläser so zu gestalten, dass diese auch möglichst optimal schwingen konnten um einen großen Ton zu erzeugen.

Nach einer Stadtbesichtigung in La Paz mit den Seilbahnen der österr. Firma Doppelmayr und einer Fahrt über das Hochland zur Prä-Inka Ausgrabungsstätte Tiwanaku, ging es mit dem Bus durch die 4500 hohen Pässe der Königskordilleren ins 350 km entfernte Cochabamba. Dort stand das nächste Konzert am Programm, welches vom deutsch-bolivianischen Kulturinstitut organisiert wurde. Ähnlich wie in Rio gibt es auch in Cochabamba einen Hügel mit einer Christus Statue, welche sogar noch 2 Meter höher ist. Die letzte Etappe war auch die anstrengendste und teilweise nicht ganz ungefährlich wegen sehr vieler Baustellen und LKW Verkehr. 470 km und 12 Std durch die schroffe Berglandschaft hinunter nach Santa Cruz de la Sierra auf nun angenehme 450 m Höhe mit subtropischem Klima. Das Zentrum von Santa Cruz ist quasi ein tropischer Garten, mitten drin eine beeindruckende Kathedrale. Am Hauptplatz das Goethe Zentrum, wo unter Anwesenheit des deutschen Honorarkonsuls das letzte Konzert stattfand.

Musik aus dem europäischen Kulturkreis ist naturgemäß in Lateinamerika bzw. in diesen entlegenen Regionen Boliviens etwas sehr ausgefallenes. Umso enthusiastischer zeigte sich das zahlreiche Publikum am Schluss mit standing ovations. Besonders angetan waren die Bolivianer von unserer Sopranistin Johanna Rosa Falkinger, die brilliant und sicher Mozart und Rossini intonierte und dabei auch schauspielerisch glänzte.
Fazit: eine anstrengende Reise mit lange bleibenden Bildern vom „andern Ende der Welt“. Verbunden mit dem Gefühl mit unserer Musik viele Herzen erwärmt und für eine gute Sache musiziert zu haben.

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