16 Personen in Wimsbach vor Hochwasser gerettet

Das Hochwasser im Bereich des "Blindenmarktes".
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  • Das Hochwasser im Bereich des "Blindenmarktes".
  • Foto: Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting
  • hochgeladen von David Hollig

BAD WIMSBACH. Rund 110 Feuerwehr-Einsatzkräfte hatten am vergangenen Samstag alle Hände voll zu tun, nachdem der Wimbach im Gemeindegebiet von Bad Wimsbach-Neydharting zu einem reißenden Strom angewachsen war. Das Hochwasser richtete nach Angaben der Feuerwehr beträchtliche Schäden bei Gebäuden an. Im Ortszentrum überflutete der Wimbach mehrere Häuser. Die Wassermassen rissen bei einem zweigeschossigen Wohngebäude beispielsweise Teile der Außenmauer mit, wodurch es unbewohnbar wurde. In diesem Bereich retteten die Einsatzkräfte 15 Personen. Sie konnten unverletzt den Rettungskräften übergeben werden. Eine weitere Person galt zunächst als vermisst, wurde aber rasch gefunden. Starke Niederschläge am späten Samstagnachmittag im Raum Lindach, dem Ursprung des Wimbaches, legten den Grundstein für die Entwicklung zum Hochwasser. Im Bereich des sogenannten "Blindenmarktes" im Grenzgebiet zur Gemeinde Roitham gab es starke Überflutungen. Teile der Straße wurden weggespült und Keller überflutet.

"Gab es noch nie"

Auch im Kurzentrum Moorbad Neydharting überflutete der Wimbach sämtliche Kellerräume, Teile des Erdgeschosses standen unter Wasser. 160 Kur- und Rehapatienten sind vor Ort. Gefahr für diese Personen bestand jedoch zu keiner Zeit. Darüber hinaus überfluteten die Wassermaßen zahlreiche Keller im Ortsteil Gänsenau. Bei einigen Wehranlagen gab es Verklausungen. Im Bereich "Zum Jagermann" nach dem Ortszentrum riss der Wimbach eine Brücke mit. Das Bundesheer wurde als Assistenz für eine Behelfsbrücke angefordert. Generell unterspülten die Wassermaßen zahlreiche Gemeindestraßen beziehungsweise rissen Teile daraus weg. Bis etwa drei Uhr morgens standen insgesamt acht Feuerwehren in der Marktgemeinde mit rund 110 Mann im Einsatz. Spezialfahrzeuge brachten etwa 1600 Sandsäcke sowie Zillen und entsprechende Pumpen. Eine Mitarbeiterin der Notfallseelsorge betreute die geschockten Hauseigentümer. Auch die Polizei und das Rote Kreuz unterstützten beim Einsatz vor Ort. "Als wir die Information über die Überschwemmungen im Bereich Lindach erhielten, wurden alle Anrainer und Wehrbetreiber vorgewarnt. Grundsätzlich gab es so eine Katastrophe im Bereich des Wimbaches noch nie. Dass nicht noch größere Schäden oder sogar Personenschaden entstanden sind, ist der hervorragenden Arbeit der Einsatzkräfte zu verdanken", sagt Bürgermeister Erwin Stürzlinger.


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