400 Tonnen Salz: Wels für Winter gewappnet

Mit insgesamt 40 Fahrzeugen tritt die Stadt Wels dem Winter entgegen, um für sichere Straßen zu sorgen.
  • Mit insgesamt 40 Fahrzeugen tritt die Stadt Wels dem Winter entgegen, um für sichere Straßen zu sorgen.
  • Foto: Stadt Wels
  • hochgeladen von Philip Herzog

WELS. Die kalte Jahreszeit macht sicht langsam aber sicher in Oberösterreich bemerkbar. Die Vorbereitungen der Winterdienste laufen bereits seit den Sommermonaten. In 105 Silos und sechs Lagerhallen befinden sich landesweit rund 45.000 Tonnen Streusalz, das zur Bekämpfung von winterlicher Straßenglätte verwendet wird. Auch die Stadt Wels ist startklar für den Winter. 140 Mann und 40 Fahrzeuge stellen sich Schnee und Eis in den Weg. "Trotzdem bitte ich alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise an die jeweiligen Wetterverhältnisse anzupassen“, mahnt Bürgermeister Andreas Rabl.

400 Tonnen Salz für 900 Kilometer Verkehrswege

Insgesamt 400 Tonnen Salz sind für die Streuung in einem Silo beziehungsweise einem Lager bereit gestellt, dazu kommt noch eine Soleanlage für die Feuchtsalzstreuung. Straßen sowie öffentliche Radwege und Gehsteige zusammengezählt, müssen rund 900 Kilometer Verkehrswege von Schnee und Eis befreit werden. Hauptverkehrsadern werden zuerst gesäubert, danach sind die weniger befahrenen Straßen an der Reihe. Nicht zuständig ist der Winterdienst der Stadt für die nicht-öffentlichen Radwege, Gehsteige und Gehwege. Diese müssen Haus- und Grundstückseigentümer selbst reinigen. „Die Winter der vergangenen Jahre waren klimatisch sehr unterschiedlich. Jedenfalls werden die Mitarbeiter des Magistrates auch heuer versuchen, die Bedingungen für die Welser möglichst optimal zu gestalten", so Verkehrsstadtrat Klaus Hoflehner.

Weniger Tage mit Frost und Schneefall

Die Experten von Blue Sky Wetteranalysen aus Attnang-Puchheim bestätigen Hoflehners Sicht: Langfristige Prognosen für den Winter 2017/2018 seien noch nicht möglich. Durchschnittlich würden die Winter in Zukunft jedoch milder ausfallen. „Die Klimaerwärmung ist ein Fakt. Auch im Winter werden die Temperaturen steigen. Dies bedeutet weniger Tage mit Frost und Schneefall", so Blue Sky-Geschäftsführer Wolfgang Traunmüller. Zwischen den milden Wintern würde es aber auch hin und wieder extremere geben. Für den Winterdienst seien die Veränderungen noch nicht direkt spürbar, meint Traunmüller, denn die intensivste Betreuung finde an Tagen mit Temperaturen um Null Grad statt. Diese Tage kämen genauso häufig vor wie früher. Durch die Verbesserung der Analyseinstrumente können Jahr für Jahr bessere Wetter-Prognosen erstellt werden. Die Wahrscheinlichkeit, weiße Weihnachten zu feiern, steige mit der Seehöhe, da es im Gebirge am meisten Niederschlag gäbe, so der Experte.

Winterdienst in Zahlen
Der Winterdienst der Stadt Wels ist mit vier Lastkraftwägen, drei Reform-Mulis, einer Planiermaschine, einem Radlader, drei Baggern und 28 Kleinfahrzeugen sowie fünf Handpflügen im Einsatz.

Insgesamt stehen 400 Tonnen Salz für die Streuung bereit.

Mit den Aufgaben des Winterdienstes sind bis zu 140 Mitarbeiter betraut.

Im vergangenen Winter leisteten sie insgesamt 13.000 Einsatzstunden und verbrauchten dabei 1.200 Tonnen Salz sowie 550 Tonnen Splitt. In der Saison 2015/2016 waren es 9.000 Einsatzstunden, 550 Tonnen Salz und 200 Tonnen Splitt.

Insgesamt sind 360 Kilometer Straßen, 50 Kilometer Radwege und 140 Kilometer Gehsteige von Schnee und Eis zu befreien.

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