Sei Scharfmacher
"Aktion scharf" in den heimischen Gärten

Sei Scharfmacher: Die BezirksRundschau sucht diesen Herbst die Chilis der "schärfsten" Hobbygärtner.
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  • Foto: panthermedia.net/NatashaBreen
  • hochgeladen von Matthias Staudinger

Die BezirksRundschau und die HTL Wels suchen gemeinsam den schärfsten Chili des Landes.

WELS, WELS-LAND. Der Chili reiht sich unter die Pflanzengattung Paprika. Seine einzelnen Sorten unterscheiden sich in Farbe, Geschmack und vor allem beim Schärfegrad. Die Vielfalt an Möglichkeiten zur Nutzung der Chilipflanze ist groß – als scharfes Gemüse zur Jause, Würze für die Tomatensauce, aber auch in der volkstümlichen Heilmedizin werden die Chilis eingesetzt. Landesgärtnermeister Hannes Hofmüller gibt einige hilfreiche Tipps, wie die richtige Aufzucht den Chilis zusätzliche Schärfe verleihen kann. „Es gibt schon einige Sorten, die empfindlicher sind – speziell die scharfen oder kleinfruchtigen. Sie sind schwieriger zu kultivieren. Grundsätzlich wachsen alle Sorten sehr kompakt und kräftig“, so Hofmüller. Wichtig ist hierbei die richtige Temperatur: 20 bis 25 Grad Celsius sollten es schon sein.

Hitze bedeutet Schärfe

„Ein Trick, um den Chili richtig scharf werden zu lassen, ist, ihn einer Stresssituation auszusetzen. Dabei bildet sich auch das Capsaicin, das den Hitze- oder Schärfereiz hervorruft. Am besten den Chili in der Früh düngen oder gießen und dann den restlichen Tag trocknen lassen. So entsteht ein gewisser Stress, durch den er noch mehr Capsaicin produziert“, sagt Hofmüller. Das kann auch Frank Mitteregger bestätigen, der Steinerkirchener Hobby-Chilizüchter spricht aus eigener Erfahrung: „Die Schärfe der Chilis erhöht sich, wenn die Pflanze wenig gegossen wird und sie das Gefühl bekommt, sterben zu müssen.“ Mitteregger betreibt das Hobby „Chili“ seit mehr als vier Jahren. Er zählt unter anderem die teuerste Chilisorte, „ein Kilo der getrockneten Charapita kostet etwa 20.000 Euro“, aber auch die schärfste Chilisorte der Welt, die „Carolina Reaper“, zu seinem Sortiment. Dieser Chili weist einen Scovillewert von mehr als zwei Millionen auf – zum Vergleich, ein Pfefferspray zur Abwehr von Bären hat bis zu 300.000 Scoville. Die Leidenschaft Mittereggers geht soweit, dass er auch seine Katze „Chili“ genannt hat. Im Vorjahr wurde Gregor Radlingmayr aus Stroham (Neukirchen bei Lambach) der Bezirkssieger aus Wels und Wels-Land. Seine "Caroline-Reaper"-Chilis brachten es auf einen erstaunlichen Scoville-Wert von 1,3 Millionen – es werden also 1,3 Millionen Milliliter Wasser gebraucht um die Schärfe von nur einem Milliliter von Radlingmayrs Chili zu eliminieren.

Der glückliche Sieger betonte, dass er zwar privat auch gerne scharf isst, ihm seine eigene Kreation dann aber doch eine Nummer zu viel ist. Bis 17. Oktober können interessierte Hobbygärtner ihre Chilis noch einsenden und herausfinden, wer den "Schärfsten" hat. Für die Gewinner gibt es unter anderem einen 100-Euro-Gutschein der OÖ Gärtner. Mehr Infos zur Aktion finden Sie im Zur-Sache-Kasten auf Seite 6.

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