"Der Kampf wird noch härter"

Der Fachkräftemangel ist spürbar. 500 Fachkräfte fehlen zur Zeit im Raum Wels.
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WELS. "Im Raum Wels könnten 500 Facharbeiter sofort beschäftigt werden", erklärt Manfred Spiesberger, Leiter der WK Wels. "Technische Branchen und der Tourismus sind besonders betroffen. Wir spüren den Fachkräftemangel schon gewaltig, das stellt sich auch bei fast jedem Unternehmergespräch heraus."
Der Zwiespalt zwischen hoher Arbeitslosenquote (nach Steyr zweithöchste in OÖ) und Ausbildungsdefizite machen die Situation noch komplizierter.
Der WK-Leiter sieht aber auch durch die AHS eine massive Bedrohung. "Die Klassenzahlen der Gymnasien steigen, obwohl - demographisch betrachtet - die Jugendlichen weniger werden", betont Spiesberger. "Ich bin mir sicher, dass 20 bis 30 Prozent der Schüler in anderen Ausbildungsbereichen besser aufgehoben und glücklicher wären." Eine Umstrukturierung der AHS sieht Spiesberger als sinnvoll.

Lage spitzt sich zu

Die Prognosen für die nächsten Jahre sind alles andere als gut. "Die Zahl der Jugendlichen geht zurück, das heißt der Kampf wird noch härter. Eine professionalisierte Berufsinformation sollte ab der Volksschule fest verankert sein", meint der WK-Leiter. "Den Jugendlichen stehen doch alle Wege offen. Auch nach der Lehre kann die Matura absolviert werden. Gute Facharbeiter haben zudem häufig bessere Verdienstmöglichkeiten, als ein AHS-Maturant. Das Image der Lehre muss endlich besser werden."

Stimmen der Experten

Thomas Bründl (starlim//sterner): "Wenn wir nicht in die Ausbildung von Fachkräften investieren, werden sie auch nicht wie das reife Obst vom Baum fallen. Es ist manchmal angenehmer und komfortabler sich darauf zu verlassen, dass schon jemand die Verantwortung übernehmen wird. Besser und planbarer wird es jedoch sein, die Initiative selbst zu ergreifen.“

Walter Wiesmair (Sparkasse OÖ): "Die Sparkasse OÖ hat größtes Interesse, dass den oberösterreichischen Unternehmen genügend bestausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen. Diese garantieren einen Produktionsfluss in höchster Qualität."

Josef Buttinger (Bilfinger Personalservice Österreich): "Ja, wir brauchen langfristige Programme zum Thema Ausbildung – wir sollen und können aber nicht warten bis diese zu greifen beginnen. Mit Kreativität, Flexibilität und vor allem durch ein Überdenken der Anforderungsprofile und der Gestaltung von einzelnen Arbeitsplätzen können wir bereits ab Morgen ein großes Potential am bestehenden Arbeitsmarkt heben.“


VERANSTALTUNG


Die BezirksRundschau veranstaltet am Dienstag, 16. Oktober um 18 Uhr, in der RIC Gmbh (Regionales Innovations Centrum, Tochterunternehmen der BRP-Powertrain GmbH & Co KG) an der Welser Straße 33 in Gunskirchen eine Podiumsdiskussion zum Thema "Neue (Fach)Kraft für die Region".
Die Experten aus Wirtschaft und Politik Gerd Ohrnberger (Vicepresident, BRP-Powertrain), Thomas Bründl (Geschäftsführer, Starlim Spritzguss), Josef Buttinger (Bereichsleiter "Human Resources-Solutions", Bilfinger Personalservice Österreich), Walter Wiesmair (Regionalleiter Wels, Sparkasse OÖ), Landesrat Viktor Sigl und Leiter der Wirtschaftskammer Wels-Land Franz Ziegelbäck werden über Strategien und Lösungsansätze diskutieren.
Um Anmeldung unter fachkraft@bezirksrundschau.com wird gebeten!

Autor:

Ines Trajceski aus Wels & Wels Land

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