Rabl: Appell zu Ruhe und Solidarität
"Es hängen Existenzen daran"

Andreas Rabl leitet als Bürgermeister und damit Spitze der Bezirksverwaltung von Wels den Krisenstab vor Ort.
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  • Foto: Leitner
  • hochgeladen von Mario Born

Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl im Gespräch mit der BezirksRundschau zur Situation in der Stadt.

Herr Rabl, wie ist die Arbeit derzeit im Rathaus?
"Es ist sehr intensiv, sehr viel mit viel Aufwand und großer Sorgfalt zu regeln. Wichtig ist besonders auch, auf die Kommunikation, auf genaue Information zu achten - vor allem angesichts der vielen Falschmeldungen, die in den sozialen Medien kursieren."

Der aktuelle Stand der Sperrungen in der Stadt?
"Tierpark, Burggarten und Friedhof sind zu, andere Parks nicht.
Zum einen ist dort eine Schließung rein von der Örtlichkeit her nicht möglich. Zum anderen gibt das die Verordnung nicht her. Es handelt sich ja um öffentliche Flächen – und die Menschen können ja kurze Fußmärsche mit Mitbewohnern bestreiten. Dazu sind Parks nun einmal in der Stadt besonders geeignet."

Ist ein "Test-Drive-In" wie in Vöcklabruck geplant?
"Bei dem Begriff bitte ich, aufzupassen. Er erweckt den Eindruck, als wäre man hier wie bei McDonald. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme, die nur für Personen genutzt wird, die von den Behörden eine Zuweisung zum Test bekommen haben – wegen Kontaktes zu möglichen Infizierten oder Symptomen. Derzeit sind in Wels die mobilen Teams des Roten Kreuzes aktiviert, weitergehende Maßnahmen werden im Krisenstab erst diskutiert."

Welche Worte wollen Sie an die Bevölkerung richten?
"Zuallererst einen Dank. Die beschlossenen Maßnahmen werden in großer Disziplin eingehalten und das ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist nicht leicht, die ganze Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Man muss sich aber immer bewusst sein: Wir machen das, um Leben zu retten.
Dann möchte ich noch einen Appell an die Bürger richten: Bitte kaufen Sie möglichst online wenig ein! Bitte warten Sie, bis die Geschäfte wieder öffnen! Es sind schwere Zeiten für regionale Anbieter, da geht es um Existenzen. Wir brauchen hier einen solidarischen Akt! Lieber gibt man das, was man sich jetzt zurück spart, dann aus, wenn es wieder möglich ist, um den Händlern und Gastronomen zu helfen.
Wir von der Stadt versuchen derzeit, einen Lieferservice mit den Gastronomen aufzubauen, um hier schon einmal das Schlimmste abzufedern."

Autor:

Mario Born aus Wels & Wels Land

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