Kaiseradler Alois erschossen
Fahndung nach dem Adler-Mörder

Erst im Mai 2019 wurde Adler Alois geschwächt aufgefunden und gesund gepflegt. Nun ist er tot.
  • Erst im Mai 2019 wurde Adler Alois geschwächt aufgefunden und gesund gepflegt. Nun ist er tot.
  • Foto: Lisa Lugerbauer
  • hochgeladen von Matthias Staudinger

Einen herben Rückschlag im Greifvogelschutz meldet die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich. Der mit einem Sender versehenen Kaiseradler Alois ist tot – vermutlich wurde er durch einen Schuss auf einem Feld in Gunskirchen umgebracht. 

GUNSKIRCHEN. Alois zählte noch bis vor wenigen Tagen zu einem Musterbeispiel des Greifvogelschutzes. Nachdem er Ende Mai 2019 geschwächt aufgefunden und in der Eulen und Greifvogelstation Haringsee gesund gepflegt wurde, versah ihn die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich mit einem Sender und entließ ihn in die Freiheit. „Einen verletzten Vogel in die Freiheit zu entlassen und ihm eine zweite Chance zu geben, ist ein besonderer Moment“, freute sich damals Matthias Schmidt, Greifvogelexperte von BirdLife Österreich. Er überwachte Alois Telemetriedaten rund um die Uhr, bis der Sender letztlich nur noch Temperaturdaten der Traun übermittelte. So wurde der Tathergang auf die Minute genau rekonstruiert: Am 19. März zwischen 8.22 Uhr und 8.32 Uhr in Gunskirchen (Bereich Oberriethal) wurde Alois auf einem Feld vermutlich durch einen Schuss getötet. Der Sender des Vogels wurde in die Traun geworfen und das Tier mitgenommen. Die Vogelschutzorganisation erstattete Anzeige.

Auch Naturschutzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) schaltet sich nun in den Fall ein:

„Ich bin erschüttert, dass es in unserem Oberösterreich Menschen gibt, die auf die Idee kommen ein so schönes und seltenes und weltweit bedrohtes Tier zu töten. Das ist völlig inakzeptabel und insbesondere traurig, weil dieses majestätische Tier mit viel Einsatz und Liebe in der Eulen und Greifvogelstation Haringsee gesund gepflegt wurde und von Birdlife mit einem Sender versehen wurde, um seine Flugbahnen zu beobachten. Organisationen wie die EGS Haringsee und Birdlife leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz und zur Erhaltung der Artenvielfalt. Ein solch dreistes Vorgehen ist ein Schlag ins Gesicht jedes engagierten Naturschützers“

Auswirkung auf die Population

„Der Verlust eines geschlechtsreifen Kaiseradlers hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Population und das schmerzt sehr! Wir hoffen auf einen Ermittlungserfolg der Polizei und bitten die Bevölkerung um Hinweise zum Täter über die Meldeplattform www.kaiseradler.at und die APP birdcrime sowie telefonisch unter 0660/869 23 27 sowie an den Dauerdienst des LKA OÖ unter 059133 40 3333", so Schmidt.

Autor:

Matthias Staudinger aus Wels & Wels Land

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