Fische können wandern (mit Video)

Norbert Rechberger (GF Energie AG Kraftwerke) und Stefan Stallinger (Energie AG-Vorstand) bei der neuen Fischaufstiegshilfe beim Kraftwerk Marchtrenk.
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  • Norbert Rechberger (GF Energie AG Kraftwerke) und Stefan Stallinger (Energie AG-Vorstand) bei der neuen Fischaufstiegshilfe beim Kraftwerk Marchtrenk.
  • Foto: Energie AG/Wakolbinger
  • hochgeladen von Margret Rohn

MARCHTRENK. Die Fische in der Traun, darunter Huchen, Hechte, Forellen und Aitel, können nun beim Wasserkraftwerk Marchtrenk wandern: Durch die von der Energie AG gebaute Fischaufstiegshilfe überwinden sie eine Fallhöhe von 20 Metern. Auf einer Länge von 1,3 Kilometern schwimmen die Fische durch eine Kombination aus 143 Betonbecken (rund 600 Meter) mit einem Meter Tiefe und einer naturnahen Bachstrecke (rund 700 Meter) gegen die Strömung vom Unter- ins Oberwasser. In den Becken ist durch Steine der natürliche Lebensraum der Traunbewohner nachempfunden. Beim Naturgerinne wurden 1.100 Wurzelstöcke integriert, 1.500 Weidenstöcke werden noch verarbeitet. Damit bietet die Aufstiegs- oder Wanderhilfe den Fischen auch die Möglichkeit zum Verweilen und Laichen.

Wirtschaft und Umwelt

Die Energie AG investiert zur Umsetzung gesetzlicher Vorgaben (EU-Wasserrahmenrichtlinie und österreichisches Wasserrechtsgesetz) rund sieben Millionen Euro in zwei Fischaufstiegshilfen bei den Laufwasserkraftwerken Traun-Pucking und Marchtrenk. Beide Wanderhilfen überwinden zusammen eine Höhe von mehr als 44 Metern. "Einmalig bei diesen Fischaufstiegen ist, dass so große Fallhöhen überwunden werden, wie sie noch nie in Österreich gebaut wurden", so Norbert Rechberger, Geschäftsführer der Energie AG Oberösterreich Kraftwerke GmbH. Stefan Stallinger, Technik-Vorstand der Energie AG OÖ, verweist auf den Spagat zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichen Zielen: 750 Liter Wasser pro Sekunde fließen durch die Fischwanderhilfen, dadurch geht die Stromversorgung von mehr als 600 Haushalten verloren. „Das Ziel, den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtline mit der Wirtschaftlichkeit auf einen Nenner zu bringen, ist immer schwieriger zu erreichen“, so Stallinger. Auswirkungen auf den Strompreis seien aber nicht zu erwarten.

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