Fischlham: Badegäste blockieren Einsatzfahrzeuge

Die Badegelegenheit angrenzend an das Europa-Schutzgebiet wird auch häufig zum prinzipiell verbotenen Grillen genutzt.
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FISCHLHAM. Gerade in so einer heißen Woche wie der aktuellen sehnt sich Mensch nach Abkühlung. Die einfachste und günstigste Variante dafür scheint der Sprung in einen frei zugänglichen Fluss. Doch beim beliebten Badeplatz an der Traun in Fischlham etwa ist das weder einfach noch günstig. Der Grund: Es gibt keine vernünftigen Parkplätze. Die näheste Straße, die Traunstraße, verläuft angrenzend an ein Wohngebiet. Diese Straße ist eng, jedoch zweispurig gedacht. Ist eine Spur verparkt, kommen beispielsweise Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nicht mehr durch. "Auf einer Seite ist das Parken verboten. Auf der zweiten sollte immer Platz für Einsatzfahrzeuge bleiben. Das gilt nicht nur für hier, sondern für alle Straßen!", plädiert Mario Schmidberger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Fischlham. "Sie stehen sogar oft auf beiden Seiten, sodass gar kein Auto mehr durchkommt. Man kommt manchmal gar nicht bis zum eigenen Haus", ergänzt eine Anrainerin. Die Badegäste würden sogar auf fremden Grundstücken parken. "Das ist einfach dreist. Die Polizei kontrolliert aber regelmäßig und straft die Parkenden oft." Das gilt nicht nur für das Stehen im Halteverbot und auf fremden Grundstücken, sondern auch im Kreuzungs-Nahbereich. "Auch hier muss jedoch genügend Platz für die Einsatzfahrzeuge und -kräfte bleiben."

Badegäste aus Spanien

Parkplätze zu errichten, kommt für Bürgermeister Franz Steininger nicht infrage. "Die Straße ist zu nahe am Wohngebiet. Außerdem ist der angrenzende Wald ein Naturschutzgebiet. Aber auch sonst wäre ich gegen Parkplätze, denn damit würden wir noch mehr Badegäste anlocken. Für die Einsatzkräfte – hier werden Einsatzfahrzeuge blockiert – und Anrainer wäre das eine noch höhere Belastung." Die Badegäste würden Einfahrten verstellen und Müll liegen lassen. "Wer in der näheren Umgebung wohnt, kann gerne zu Fuß oder mit dem Rad kommen", rät der Bürgermeister. Doch die Gäste kommen auch von weiter her, wie die Anrainerin verrät: "Auf den Kennzeichen der Autos sehe ich, dass sie aus allen Bundesländern zum Baden herkommen. Sogar Spanier habe ich bereits gesehen. Denen habe ich auf Englisch erklärt, dass sie hier nicht stehen dürfen."

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