Junge Welser Onkologin bekam Forscher-Award

Professor Michael Gnant, Onkologin Gudrun Piringer und Primar Professor Josef Thaler (v.l.).
  • Professor Michael Gnant, Onkologin Gudrun Piringer und Primar Professor Josef Thaler (v.l.).
  • Foto: Lebesmühlbacher
  • hochgeladen von Ines Trajceski

WELS/SAALFELDEN (il). Hocherfreut zeigte sich die Gewinnerin des Young Investigator Awards der ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group), Gudrun Piringer, bei der Verleihung im Rahmen der 21. Jahrestagung in Saalfelden. „Das ist eine große Ehre und motiviert mich sehr“, freut sie sich. Für den Preis wurde die 32-jährige Ärztin im Klinikum Wels-Grieskirchen aus mehreren Gründen nominiert. Piringer engagiert sich seit Jahren intensiv in der klinischen Betreuung von Studienpatienten der ABCSG. Weiters ist sie Erstautorin einer Darmkrebs-Studie und maßgeblich an einer Studie zur Behandlung von Lebermetastasen beteiligt.

Über die ABCSG

Die Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) betreut mittlerweile mehr als 23.000 Patienten in ihren klinischen Studien, die sich mit Brust- und Darmkrebs beschäftigen - die Krebsentitäten mit der höchsten Inzidenz. Es geht dabei um Studien der Phase III, wo stets eine Standardtherapie mit einer möglicherweise besseren Therapie verglichen wird. 700 Ärzte in über 100 Zentren in ganz Österreich unterstützen die ABCSG.
Im Jahr 2001 konnte die ABCSG beispielsweise den Beweis erbringen, dass sich die Überlebenschancen von prämenopausalen Krebspatientinnen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs signifikant verbessern, wenn sie nach der Operation eine kombinierte Antihormontherapie anstelle einer klassischen Chemotherapie bekommen. Dank dieses Studienergebnisses profitieren Patientinnen seither von der wesentlich verträglicheren Antihormontherapie. Erfolge dieser Art hat es in den letzten Jahren viele für die Patientinnen und schließlich auch für die ABCSG gegeben. Der Erfolg basiert auf der Interdisziplinarität, die in der Studiengruppe gelebt wird. Alle Fachdisziplinen (Gynäkologie, internistische Onkologie, Chirurgie, Radiologie, Pathologie etc.), die sich mit Brustkrebs/Darmkrebs auseinandersetzen, arbeiten gemeinsam für ein Ziel – die Therapien für Brust- und DarmkrebspatientInnen sukzessive zu verbessern. Die Patientensicherheit steht dabei immer im Mittelpunkt.
In Österreich erkrankt jede 8. Frau an Brustkrebs und bei 5000 Österreichern wird jährlich die Diagnose Darmkrebs gestellt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.abcsg.at.

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