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Lokal-Währungen in Marchtrenk und Wels boomen

Ob Wels Card oder GUUTE Card: Eigene Lokalwährungen stärken die regionalen Betriebe.
  • Ob Wels Card oder GUUTE Card: Eigene Lokalwährungen stärken die regionalen Betriebe.
  • Foto: Welser Marketing und Touristik GmbH
  • hochgeladen von Mario Born

In Marchtrenk und Wels sind die gemeindeeigenen Zahlungsmittel auf einem Erfolgskurs.

WELS, MARCHTRENK. Eine eigene Einkaufswährung, mit der man die Kunden an die Region bindet und die zugleich die lokale Wirtschaft antreibt: In der Region setzen zwei Gemeinden auf diesen Kniff – jedoch in unterschiedlicher Ausführung.
In der Stadt Wels kursierte bis Ende 2018 der Welser Gulden, der im Nennwert eins zu eins umzutauschen war. "Der Nachteil war, dass zu den Hochzeiten wie Weihnachten täglich viel zu hohe Beträge umzutauschen waren", sagt Rainer Hülsmann von der Wels Marketing & Touristik GmbH. "Das Wechseln wurde einfach zu aufwendig." An die Stelle des Welser Guldens trat deshalb die Wels Card als neues Zahlungsmittel des lokalen Handels.
Der Nutzer kann sie mit bis zu 400 Euro aufladen und mit einem persönlichen Gruß beschriften. Der Betrag ist dann centgenau über Bankomatterminals bei allen Partnern einlösbar, auch das Guthaben ist so jederzeit abfragbar. Erhältlich ist die Wels Card in der Wels Info, in den Raiffeisenbanken Wels und bei den teilnehmenden Trafiken. "In Summe ist das eine moderne Gutscheinlösung", so Geschäftsführer Peter Jungreithmair.

"Moderne Gutscheinlösung"

Und diese wird gut angenommen: Bereits nach nur einem Jahr knackte der Nachfolger des Welser Guldens die Millionen-Marke: Mehr als 12.300 Karten im Wert von insgesamt 1,019 Millionen Euro waren bis dahin verkauft worden. Eingelöst wurden davon mehr als 685.000 Euro bei 194 der aktuell 230 Partner – eine Einlösequote von 67 Prozent, höher als die des Vorgängers. In Summe wurde 31.537 Mal – im Durchschnitt 88 Mal täglich – in den Welser Shops, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben mit der Wels Card bezahlt.
Eine Möglichkeit, Bonus-Punkte zu sammeln, hat die "Wels-Card" bisher nicht. "Das soll aber kommen, geplant ist die Einführung zur Shoppingnight am 8. Mai, also passend zum Muttertag", so Hülsmann.

Karte für den Bezirk

Eine Option, die Marchtrenk bereits mit der GUUTE Card bietet: Wer bei einem der 16 Partnerbetriebe einkauft, kommt in den Genuss des Bonus-Sammelsystems. Je nach Höhe des Preises, den man an der Kasse bezahlt, werden entsprechend Punkte auf der Karte gutgeschrieben. Und jeder Punkt entspricht dem Wert eines Cents. Den Stand kann man jederzeit unter www.marchtrenk.at/marchtrenker-guute-card oder bei den GUUTE Betrieben abfragen. Auch das Einlösen ist hier möglich, das gesammelte Guthaben läuft nicht ab.
Doch mit der GUUTE Card ist noch mehr möglich. Zum einen ist sie über die Stadtgrenzen hinaus im Bezirk nutzbar. "Zum anderen kann man sie auch aufladen und zum Beispiel dann die Kinder mit zehn oder 20 Euro Guthaben losschicken", sagt Jennifer Brandstätter vom Standortmarketing. "Das ist nur leider in den Köpfen der Menschen noch nicht so angekommen." Mittelfristig ist auch geplant, dass die GUUTE Card auch in angrenzenden Bezirken genutzt werden kann.
Übrigens hat Marchtrenk neben der neuen Lokalwährung die alte beibehalten: Der Marchtrenker Zehner ist noch immer im Umlauf. "Es handelt sich um eine Münze, die eins zu eins einzutauschen ist", so Brandstätter.

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