Stadt Wels
Heftige Kritik an Rabls Visionen

Die Visionen von Bürgermeister Rabl stoßen beim politischen Mitbewerb auf wenig Gegenliebe.
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Der Bürgermeister-Blick in die Zukunft stößt beim politischen Mitbewerb auf wenig Gegenliebe.

WELS. Die ZukunftsRundschau berichtete vergangene Woche über die Visionen (siehe Kasten rechts) des Welser Bürgermeisters Andreas Rabl (FPÖ) für die Stadt. Das rief nun die Bürgermeisterkandidaten der anderen Parteien auf den Plan. Wie nicht anders zu erwarten, kam in den Reaktionen deutliche Kritik an den Vorhaben und Ideen Rabls zutage.

Central Park oder Campus

Für Andreas Weidinger, den Spitzenkandidaten der ÖVP, sei vieles, was in den vergangenen Jahren geschehen ist, ohne das Mitwirken der ÖVP gar nicht möglich gewesen. "Was das Messegelände Ost betrifft, haben wir ja vorgeschlagen, diesen Teil für eine mögliche Entwicklung mit Wohnungen vorzubereiten. Aber ob das jetzt ein Central Park wird oder doch ein Campus für die Tech Uni, das gilt es jetzt zu entwickeln. Ich würde auch die Bevölkerung befragen, was die Politik verwirklichen soll. Auf alle Fälle gehören die Messehallen im Osten weg", so Weidinger. In Integrationsfragen sehe er die FPÖ bisher wenig aktiv. Das Zusammenleben zwischen Österreichern und Ausländern habe noch viel Luft nach oben. "Rabl hat dazu keine Antworten gefunden und bleibt diese auch schuldig", ergänzt Weidinger.

Aufgewärmte Themen

Die vorgestellten Zukunftsthemen und Visionen für Wels seien laut SP-Bürgermeisterkandidatin Petra Wimmer in Wahrheit keine neuen Initiativen. Der Ausbau der S-Bahn und der Radfahr-Infrastruktur sowie die Neubauten von Kindergärten wären längst beschlossen und lediglich ein "Aufwärmen von bekannten Themen". Die Neugestaltung des Traunufers als Grün- und Naherholungsfläche am Standort des ehemaligen Messezentrums Ost sei ebenfalls bereits seit dem im Jahr 2013 beschlossenen Masterplan bekannt. "Und der Abbau der Schulden wurde bereits 2015 durch den Verkauf der Sparkassenanteile eingeleitet", so Wimmer. "Was mir als Bürgermeister-Kandidatin der SPÖ in Wels besonders fehlt, ist das, was man als 'soziale Güte' bezeichnen kann. Wir sehen großen Handlungsbedarf in den sozialen Belangen, da gibt es in Wels eine echte Schieflage. Und man erkennt an den laufenden Bautätigkeiten, dass die Innenstadt im Fokus steht, und die Stadtteile stark benachteiligt werden", fährt SP-Spitzenkandidatin Petra Wimmer fort.

Kosmetik statt Visionen

Auch Thomas Rammerstorfer, Listenerster der Grünen, meldete sich zu Wort: "Im Wesentlichen besteht Rabls Politik aus Kosmetik. Jetzt hat er plötzlich Visionen. Erinnert mich, ehrlich gesagt, frappant an die SPÖ 2015, die kurz vor ihrer Abwahl auch plötzlich jede Menge gute Ideen hatte". Ihm fehle ein Konzept für eine sinnvolle Jugendarbeit wie Schulsozialarbeit, Streetwork oder offene Jugendzentren. Das Wohnbaukonzept sei falsch. "Es wird gebaut wie verrückt", so Rammerstorfer.

Die wichtigsten Zukunftsthemen von Bürgermeister Andreas Rabl für Wels:
Diese Punkte könnten in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden.

• Wels wird zur Universitätsstadt
• Vermittlung der deutschen Sprache hat oberste Priorität
• Schaffung eines „Central Park“ im Welser Messegelände
• Eigenes S-Bahnsystem zwischen Wels und Linz
• Angebot eines Kindergarten- und Krabbelstubenplatzes für jedes Kind
• Wels wird schuldenfrei
Schlanke Verwaltung am Magistrat
• Erhalt der historischen Innenstadtarchitektur
• Ausbau der Radfahr-Infrastruktur
• Wels bleibt weiterhin erfolgreicher Handels- und Wirtschaftsstandort
• Die Einwohnerzahl erhöht sich auf über 65.000


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