Kooperationen über die Gemeindegrenzen hinweg

Die Kooperation zwischen Stadt und Umlandgemeinden sehen Experten als Voraussetzung, um künftige Herausforderungen bewältigen zu können.
  • Die Kooperation zwischen Stadt und Umlandgemeinden sehen Experten als Voraussetzung, um künftige Herausforderungen bewältigen zu können.
  • Foto: Reicher/Fotolia
  • hochgeladen von Philip Herzog

WELS/LAMBACH. Die Optimierung der Siedlungsstrukturen und die Alltagsmobilität stehen bei den freiwilligen Kooperationen zwischen städtischen und ländlichen Gemeinden im Mittelpunkt. Insgesamt 13 solcher Kooperationen gibt es bereits in Oberösterreich – zwei davon auch in Wels und Wels-Land. Gefördert wird diese Form der Zusammenarbeit durch das Land OÖ und das EU-Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Österreich 2014 – 2020“. „Durch ihre engen Verflechtungen und ihre wechselseitige Abhängigkeit sind Stadt-Umland-Bereiche für die interkommunale Kooperation prädestiniert“, erklärt dazu Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl. Für ihn sind Kooperationen zwischen Kernstädten und deren Umlandgemeinden effiziente „Stellschrauben zur Stärkung regionaler Zukunftsgestaltung“.

Raumentwicklung als Herausforderung

Mittel- und langfristig unumgänglich sind Kooperationen der Städte mit ihren Umlandgemeinden vor allem in Fragen der Raumordnung. „Die künftige Raumentwicklung wird von zwei Aspekten maßgeblich beeinflusst: Das sind einerseits soziodemographischen Entwicklungen wie die Alterung der Gesellschaft, die zunehmende Urbanisierung oder die räumlich sehr unterschiedlichen Auswirkungen der Zuwanderung. Andererseits geht es verstärkt um die Frage der Mobilität“, erklärt Heide Birngruber von der Abteilung Raumordnung des Landes Oberösterreich. „Insbesondere in Stadtregionen mit hoher Entwicklungsdynamik, aber beschränkten Flächenressourcen sind Kooperationen zwischen den Städten und den Umlandgemeinden die Voraussetzung, um diese Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen. Auf Gemeindeebene alleine ist das nicht mehr möglich“, so Birngruber.

Stadt- und Zukunftsregionen in Wels/Wels-Land

Stadtregionales Forum der Stadtregion Wels
Ende April 2017 wurde das Stadtregionale Forum der Stadtregion Wels gegründet. Diese Kooperation der Stadt Wels mit den Umlandgemeinden Buchkirchen, Gunskirchen, Holzhausen, Krenglbach, Schleißheim, Steinhaus, Thalheim bei Wels und Weißkirchen an der Traun zielt darauf ab, räumliche Entwicklungen für die nächsten Jahrzehnte gemeinsam zu planen. Als erster Schritt wird eine Stadtregionale Strategie erstellt, in der ein räumliches Leitbild erarbeitet wird. Darin sollen regional bedeutsame Siedlungsschwerpunkte und Siedlungsgrenzen, Betriebsstandorte und Freiräume bzw. Grünzonen festgelegt werden. Dem Thema Nahmobilität wird besondere Bedeutung zugemessen: Hier ist die Planung von Radhauptrouten für den Alltagsverkehr vorgesehen.

Stadtregionales Forum Lambach
Eine abgestimmte Entwicklung der Ortskerne, eine bessere Anbindung von Radwegen, Bahnhöfen und Betrieben für Radfahrer und ein optimaler Umgang mit der verkehrsberuhigten Lage seit der Eröffnung der Nord-Umfahrung von Lambach – diesen besonderen Herausforderungen wollen sich künftig die Gemeinden Lambach, Edt bei Lambach, Neukirchen bei Lambach und Stadl-Paura stellen. Und zwar gemeinsam. Denn die Bürgermeister der vier Kommunen haben sich entschlossen, gemeinsam an einem räumlichen Leitbild zu arbeiten und ihre zukünftige Flächennutzung aufeinander abzustimmen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen