120 Sekunden: "Seqrid" erleichtert Rettungsarbeit

Thomas Emrich und Alexander Berger wollen mit "Seqrid" den Einsatzkräften die Arbeit erleichtern.
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  • Foto: Seqrid
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WELS. Ab Anfang März treten Oberösterreichs Tüftler bei den 120-Sekunden-Castings in den oö. Wirtschaftskammern wieder vor eine Fachjury.
Sie versuchen in exakt zwei Minuten mit ihrer Idee zu überzeugen. Wer es schafft, ist dem großen Finale am 4. April in Linz bereits einen Schritt näher. Der Ideenwettbewerb kann vor allem für junge Unternehmen eine Starthilfe sein. "Den Sprung in die Selbstständigkeit zu erleichtern, ist das, was die oberösterreichische Wirtschaft braucht", weiß Andreas Pirkelbauer, Vorstand der Volksbank OÖ.

Gründen braucht Mut

Denn zwischen der guten Idee im Kopf und einem gewinnbringenden Produkt liegt oft eine lange Durststrecke. Gründern darf also die nötige Portion Mut nicht fehlen. Gerade ein wirtschaftsorientiertes Bundesland wie Oberösterreich ist mitunter aber genau auf diesen Mut angewiesen. "Innovationen leisten einen Beitrag zu Wirtschaftswachstum, Arbeitsplatzqualität und Wohlstand", bestätigt Michael Nösslböck, Geschäftsführer der eccontis treuhand gmbh. Auch heuer gibt es einige Bewerber aus Wels. Unter ihnen sind Thomas Emrich und Alexander Berger. Mit "Seqrid" wollen sie Rettern die Arbeit erleichtern. "Es ist ein Mischwort aus Secure, Quick Response und Identification und sollte wie Security ausgesprochen werden" erklärt Thomas Emrich. "Seqrid" ist ein Notfalldatensystem, welches auf die sogenannten QR-Codes setzt. In den kleinen Mustern können lebensrettende Daten, wie Blutgruppen, benötigte Medikamente, Unverträglichkeiten oder Allergien hinterlegt werden.

Mehr Information für Einsatzkräfte

Emrich ist seit 20 Jahren beruflicher Rettungssanitäter. "Ich war dabei in einer Vielzahl von Situationen in denen beispielsweise verletzte Arbeiter oder Sportler aller Art vor mir gelegen sind und wir keinerlei Informationen hatten. Diese Situationen mündeten in dem Wunsch ein System zu etablieren, dass hier Abhilfe schafft", erzählt er. Emrich holte seinen ehemaligen Schulfreund und Softwareentwickler Alexander Berger an Bord. Gemeinsam wurde das Projekt ins Leben gerufen. QR-Codes auf Armbändern, Uhrenaufschiebern oder Helmaufklebern werden mit dem jeweiligen Notfallprofil, dass Nutzer auf der Plattform www.seqrid.com einpflegen, verknüpft. Im Notfall können Einsatzkräfte den Code scannen und gelangen zu den hinterlegten Daten. "Wir wollen aber kein Elga-Ersatz sein", hält Emrich fest, "die Nutzer entscheiden selbst, welche Daten sie hinterlegen wollen." Die erklärte Zielgruppe sind Arbeiter im Außeneinsatz, Motorradfahrer und Outdoor-Sportler. "Natürlich würde sich später auch eine Anwendung bei von Eltern getrennten Kindern oder beeinträchtigten Personen anbieten", blickt Emrich bereits in die Zukunft. Noch im März soll das Projekt online gehen. Emrich und Berger sind aktuell auf der Suche nach Partnern aus der Industrie und Sportartikel-Branche, die ihr System für den Arbeitsschutz in Firmen und für die sportbegeisterten Kunden einsetzen wollen.

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