Koits: Lösung für Flugplatz bis März 2011

Bürgermeister Peter Koits und Vize Hermann Wimmer (v.l.)

Für den Welser Stadtchef hat die Umwidmung eines Teils des Flugplatzes in Betriebsbaugebiet oberste Priorität.
Der Bürgermeister will mit Volldampf an einer entscheidungsfähigen Lösung arbeiten. Denn es drohen zwei namhafte Unternehmen abzuwandern. 800 Arbeitsplätze würden verloren gehen. Falls die Betriebe sich auf dem Flugplatz-Areal ansiedeln, könnten 2000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Vertreter der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft), der Stadt Wels und der Wirtschaft trafen sich am Montag zu einem weiteren Gespräch. Thema war die Umwidmung eines Teils des Flugplatzareals. Im südlichen Dreieck sollen rund 40 der insgesamt 107 Hektar in Betriebsbaugebiet umgewandelt werden. Das Areal ist im Besitz der Bundesgesellschaft für Immobilien GmbH. Die Stadt hat das Grundstück bis 2075 gemietet. Der Vertrag wurde vor acht Jahren verlängert. Der Fliegerclub Weiße Möwe hat bis 2030 einen Untermieter-Vertrag. Derzeit läuft unter lautstarken Protesten der Naturschützer, Anrainer und des Fliegerclubs das Umwidmungsverfahren. 13.000 Menschen haben eine Liste gegen die Umwidmung unterschrieben.
Der Druck auf die Stadt wird auch von den Unternehmen, die sich gerne am Flugplatz ansiedeln möchten, größer. Die Welser Firmen Felbermayr und Kellner & Kunz haben Interesse gezeigt. Es geht um den Verlust von 800 Arbeitsplätzen. Wir werden alles mögliche versuchen und noch im ersten Quartal 2001 eine Lösung für die Betriebsansiedelung, den Naturschutz und den Fliegerclub finden, erklärt Bürgermeister Peter Koits. Falls den Betrieben die Expansionsmöglichkeit geboten wird, könnten laut dem Stadtoberhaupt 2000 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Firmen möchten sich am liebsten morgen schon auf dem Flugplatzgelände ansiedeln. Für mich hat das Thema oberste Priorität, so Koits. Seit dem Konzert von AC/DC im Mai herrschte zwischen der Stadt und der Weißen Möwe Funkstille. Vizebürgermeister und Sportstadtrat Hermann Wimmer brach das Eis. Hauptsächlich in meiner Funktion als Sportreferent. Mir ist es wichtig, dass es wieder eine Gesprächsbasis gibt. Wir haben aber Vertraulichkeit vereinbart, sagt Wimmer.
Abseits der Debatte über die Umwidmung des Flugplatzareals sorgte die Weiße Möwe für weiteren Gesprächsstoff. Der traditionelle Fliegerball, der insgesamt 60 Mal stattfand, wird 2011 nicht über die Bühne gehen. Einige unserer Vereinsmitglieder haben jahrelang den Ball organisiert und sind amtsmüde geworden, so Wolf Ruzicka, Pressesprecher der Weißen Möwe Wels.

Traditionellen Ball mit anderen Fliegerclubs organisieren

Außerdem hat es beim letzten Ball Probleme mit dem Catering-Betreiber in der Stadthalle gegeben. Eine lächerliche Kleinigkeit, die einfach zu lösen gewesen wäre. Leider waren die Betreiber zu keinem Kompromiss bereit, meint Ruzicka. Der Verein will mit anderen Fliegerclubs aus Oberösterreich kooperieren und so die Traditionsveranstaltung am Leben erhalten. Ob dann in der Welser Stadthalle getanzt wird, ist fraglich. Vielleicht steigt der Ball in der Rotax-Halle, so Ruzicka.

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