Spargel aus Wels-Land
„Spargel weckt die Lebensgeister"

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Mit dem Frühling kommt bei vielen Menschen auch die Lust auf frisches, regionales Gemüse. Je nach Wetterlage beginnt ab Mitte/Ende April die Spargelsaison. Im Anschluss auch ein kurzes Rezept von Seminarbäuerin Martina Sallarberger.

WELS-LAND. „Spargel weckt die Lebensgeister“, sagt Martina Sallarberger, Seminarbäuerin der Landwirtschaftskammer (LWK) und fügt hinzu: „Im Frühling freut man sich immer schon auf das erste frische Gemüse aus der Region.“ Egal ob grün oder weiß, die Stangen haben es in sich: „Der Spargel macht Frühlingsputz in unserem Körper. Viele sagen auch, man riecht es, wenn man viel Spargel gegessen hat”, so Sallarberger, denn das Gemüse entwässere, rege die Nierentätigkeit an und habe gleichzeitig wenig Kalorien. Somit eigne er sich perfekt für eine Frühlingskur.

Zusätzlich enthalte dieser auch viele Vitamine (K, E, A), aber auch Mineralstoffe wie Phosphor oder Kalium. Da der Spargel ein saisonales Gemüse sei, würden laut Sallarberger Spargelfreunde die Zeit intensiv nutzen, um diesen genießen zu können.

Spargel regional aus Wels-Land

Wer gerne seinen Spargel regional und direkt beim Bauern kaufen möchte, wird auch in Wels-Land fündig: Der Familienbetrieb Holzinger aus Thalheim bei Wels – bekannt vor allem für seine Erdbeeren – pflanzt seit Kurzem auch Spargel an. Für den Anbau ist der Sohn der Familie Georg Martin Holzinger verantwortlich. Nach seinem Abschluss an der Schule für Landwirtschaft (Hlbla) in St. Florian habe er beschlossen, im Familienbetrieb mitzuarbeiten: „Ich wollte selbst auch etwas ausprobieren und habe mir dann zu meinem 20. Geburtstag Spargelpflanzen gewünscht.“ So startete er seinen Versuch in 2018 und die erste Grünspargel Ernte konnte bereits 2019 stattfinden.

Weißer Spargel früher erhältlich

Die Spargelsaison beginne laut Holzinger meist Ende April und dauere bis Mitte Juni. Interessant zu wissen: Weißer Spargel wird unter der Erde geerntet, sobald er jedoch „an die Oberfläche kommt, wird er grün, da er dann mit Sonnenlicht in Kontakt kommt.“ Vor allem sei laut Holzinger der weiße Spargel früher erhältlich, da er durch die schützende Erde besser mit der Kälte zurecht käme.

Grünspargel mag es warm

Da das Wetter dieses Frühjahr heuer relativ kalt gewesen sei, verzögere sich somit auch die Ernte. Denn der Grünspargel brauche die Wärme: „Ein verregnetes Frühjahr oder das Auftreten von Spätfrösten können die Ernte, insbesondere beim ,ungeschützten‘ Grünspargel beträchtlich reduzieren“, so auch LWK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger.  Vor allem aber ist das Gemüse sehr pflegeintensiv: „Von Februar bis Dezember bin ich damit beschäftigt”, sagt Holzinger. Wurde der Spargel dann endlich geerntet, müsse er unbedingt kühl gelagert werden und „je frisch er ist, desto besser schmeckt er dann auch.“

Braten, Grillen oder gar roh

Egal ob weiß oder grün, wer sich entscheidet ein Spargelgericht zu kochen, solle diesen laut der Seminarbäuerin nicht zu lange kochen – so bleibe er schön knackig. Bei Grünspargel biete es sich auch an, diesen zu braten oder auch beim Grillen zum Einsatz kommen zu lassen. Dünne Stangen können auch problemlos roh geknabbert werden (Knabberspargel) und müssen beim Kochen nicht geschält werden, im Gegensatz zum weißen Spargel. Dieser müsse auch unbedingt gekocht werden. Hier rät Sallarberger dazu, am besten Salz und einen Spritzer Zitronensaft oder Weißwein hinzu zugeben. Fertig sei er, wenn man die Stangen aus dem Wasser holt und diese sich schon leicht nach unten biegen, wenn man diese mit zwei Finger in die Luft hält.

Als einfaches Rezept empfiehlt die Seminarbäurin eine knusprige Spargelpizza. 

Rezept: Knusprige Spargelpizza 
(von Seminarbäuring Carola Neulinger)

Zutaten:

  • 250 g grünen Spargel
  • 2 Eier
  • 50 g geriebene Walnüsse
  • 50 g Haferflocken
  • 100 g Crème fraîche
  • 100 g Oberskren
  • frisch geriebenen Kren
  • 150 g geräucherte Lachsforelle
  • 1 Zitrone
  • Öl
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, 1 EL frische Dillspitze.

Zubereitung:

  1. Den grünen Spargel fein hobeln. Mit Eiern, Walnüsse und Haferflocken gut verkneten. Die Masse salzen und pfeffern.
  2. Das Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
  3. In einer mittelgroßen Pfanne ein wenig Öl erhitzen und die Masse darin bis an den Rand kreisförmig verteilen. Möglichst flach auf den Boden pressen. Einige Minuten anbacken lassen, bis der Boden leicht knusprig ist. 
  4. Die Pfanne ins Rohr schieben und etwa 15 Min. backen. Wer den Boden besonders knusprig möchte, bepinselt die Oberfläche leicht mit Öl und schaltet in den letzten Minuten die Grillfunktion des Rohrs ein.
  5. In der Zwischenzeit Crème fraîche und Oberskren verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Lachsforelle fein zum Tatare hacken. Wer mag, kann das Tatare mit etwas Zitronensaft verfeinern.
  6. Den Spargel-Pizzaboden aus der Pfanne kippen, mit Krencreme bestreichen und mit Lachsforelle bedecken. Mit Kren und Dillspitzen dekorieren.

Tipp von Sallerbauer: „Ich forme kleine Minnipizzen, die lassen sich gut in der Pfanne backen und sind dann gleich gut portioniert. Danach noch kurz ins Rohr und fertig sind die Minipizzen. Können auch wie Gemüselaibchen mit einem Kräuterdip genossen werden.“

Wer nun Lust auf frischen Spargel aus Wels-Land bekommen hat, kann sich gerne an die Familie Holzinger wenden – jedoch wird um Voranmeldung gebeten. 

Kontaktdaten:
erdbeergarten-holzinger.at
Telefonnummer: +43 7242 725 77

Weitere Informationen zum Thema Spargel und Co. finden Sie unter esserwissen.at
Informationen zu Kochkursen mit den Seminarbäuerinnen der Landwirtschaftskammer finden Sie hier.


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