Staatspreis für Welser FH-Absolventen

Stv. Sektionsleiter Peter Wanka der Sektion VI, David Hrubicek und Alexander Marinovic, Leiter der Abteilung VI/6.
  • Stv. Sektionsleiter Peter Wanka der Sektion VI, David Hrubicek und Alexander Marinovic, Leiter der Abteilung VI/6.
  • Foto: Willy Haslinger
  • hochgeladen von Philip Herzog

WELS. David Hrubicek, Absolvent des Studienganges „Automatisierungstechnik“, erhielt in Wien den vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verliehenen Würdigungspreis für die beste Masterarbeit im Bereich „Technik“. Im Rahmen seiner Masterarbeit entwickelte Hrubicek für die in Amstetten ansässige Firma Senmicro GmbH ein neuartiges und kostengünstigeres Feuchte-Messsystem für die Papierindustrie.
Die Produktion von Papier ist ein sehr energieintensiver Prozess. Der Feuchtegehalt ist dabei ein wichtiger Prozessparameter und ein ausschlaggebendes Qualitätsmerkmal bei der Papierherstellung. Durch die Messung des Feuchtegehalts an bestimmten Positionen kann der Vorgang der Papiertrocknung optimal geregelt und dadurch Energie und Ressourcen eingespart werden.

Aus der Grundlagenforschung in die Praxis

Bislang wurden die Papierbahnen berührungslos mittels Infrarot-Strahlung auf ihren Wassergehalt überprüft. Der aus Winklarn in NÖ stammende David Hrubicek verwendete nun erstmals die NIR-Spektroskopie, die vor einigen Jahren noch in der Grundlagenforschung steckte. „An den Feuchtesensor werden viele Anforderungen gestellt: Er muss trotz Schmutz, hoher Temperatur und hoher Luftfeuchte schnelle, genaue und reproduzierbare Messwerte abliefern“, erklärt Hrubicek. „Bisherige Sensorsysteme basierten ebenfalls auf Messungen im Infrarotbereich, jedoch nur bei einzelnen Wellenlängen. Mit der NIR-Spektroskopie wird nun das gesamte Wellenspektrum als Datenquelle herangezogen. Damit erhält man bessere Schätzungen des Feuchtegrads.“

Auszeichnung nicht alltäglich

„Das Automatisierungstechnik-Studium hat sich im wahrsten Sinne des Wortes schon mehrfach bezahlt gemacht“, sagt Hrubicek. „Einerseits konnte ich mir damit wertvolles Wissen im Bereich Sensorik und Mikrosysteme aneignen, andererseits hat meine Masterarbeit zu dieser Thematik zu einigen Auszeichnungen geführt.“
Hrubicek gewann bereits den INNOVATIONaward FH Wels 2017 und nun den mit 3000.- Euro dotierten Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. „So eine Auszeichnung kommt nicht alle Tage vor“, freut sich der Niederösterreicher.

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