Tourismus: Wels und Sattledt fusionieren

Peter Jungreithmair, Geschäftsführer Tourismusverband Wels, Helmut Auzinger, Vorstandsvorsitzender Tourismusverband Sattledt, Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender Tourismusverband Wels, Bürgermeister der Stadt Wels, Andreas Rabl und Gerhard Huber, Bürgermeister der Marktgemeinde Sattledt.
  • Peter Jungreithmair, Geschäftsführer Tourismusverband Wels, Helmut Auzinger, Vorstandsvorsitzender Tourismusverband Sattledt, Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender Tourismusverband Wels, Bürgermeister der Stadt Wels, Andreas Rabl und Gerhard Huber, Bürgermeister der Marktgemeinde Sattledt.
  • Foto: Wels Marketing & Touristik GmbH
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WELS/SATTLEDT. Eine Weichenstellung für die zukünftige Entwicklung des Tourismus in der Region soll durch die Fusion der Tourismusverbände Wels und Sattledt und den gemeinsamen Marktauftritt als Tourismusregion Wels erfolgen. Um eine schlagkräftige Einheit zu bilden und den Entwicklungen des neuen OÖ Landestourismusgesetzes vorzugreifen, führten die Vertreter der Tourismusverbände Sattledt und Wels seit mehr als einem Jahr intensive Kooperations- und Fusionsgespräche. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sehen eine Verschlankung der Struktur vor. Demnach sollen die derzeit 103 oberösterreichischen Tourismusverbände auf etwa 19 reduziert werden, da ein Verband künftig mit mindestens 600.000 Euro jährlichen Tourismuseinnahmen und 200.000 Nächtigungen reglementiert sein wird. "Wir waren mit unserer Struktur aufgrund der Verbandsgröße nicht ideal aufgestellt. Durch die Fusion der Tourismusgemeinden legen wir den Grundstein, um künftig mit der vom Markt geforderten touristischen Kompetenz mitspielen und mithalten zu können", so Helmut Auzinger, Vorstandsvorsitzender Tourismusverband Sattledt.

Regionaler Ortsausschuss in Sattledt

Seit 01. 01. 2018 ist die Fusion zwischen Wels und Sattledt rechtswirksam. Zu den 25 Welser Gastronomie- und Hotelleriebetrieben mit insgesamt 1.250 Betten gesellen sich acht Sattledter Betriebe mit insgesamt 269 Betten. „Die Tourismusgemeinden Wels und Sattledt haben Schwerpunkte und Schnittstellen im Geschäfts- und Wirtschaftstourismus. Diesbezüglich den Marktauftritt professionell zu bündeln und eine gemeinsame Zukunftsstrategie zu entwickeln, ist ein zukunftsträchtiger Weg“, so der Sattledter Bürgermeister Gerhard Huber. „Die Fusion der beiden Verbände ermöglicht eine Bündelung von Budgetmitteln und einen wirkungsvolleren Auftritt der Tourismusregion Wels am Markt", bestätigt Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender des Welser Tourismusverbandes. Der Sattledter Tourismus genießt nach der Fusion den gleichen Stellenwert wie die Welser Betriebe und wird in die gesamte Kommunikation und in die einzelnen Projekte integriert. Damit soll aber nicht Schluss sein: "Wir verschließen uns vor niemandem. Derzeit laufen Gespräche mit Kremsmünster. Wenn wir erst einmal gut aufgestellt sind, sollen Trittbrettfahrer keine Chance mehr haben", meint Peter Jungreithmair, Geschäftsführer des Welser Tourismusverbandes. Zudem sind auch alle Marchtrenker Betriebe im Rahmen einer freiwilligen Mitgliedschaft Teil der Tourismusregion Wels. Im Frühjahr 2018 wird die erste gemeinsame Vollversammlung einberufen, welche sich aus den Mitgliedern aus den Gemeinden Sattledt und Wels zusammensetzt. In der Marktgemeinde Sattledt soll ein regionaler Ortsausschuss installiert werden, der sich der Pflege der regionalen Infrastruktur und freizeittouristischen Ortsprojekten widmen soll. Der Ortsauschuss ist mit einem eigenen Ortsbudget dotiert und wird von einem eigenen Mitarbeiter des Tourismusverbandes betreut.

Zentralraum ist das erklärte Ziel

Wirtschafts- und Rennradtourismus seien die Schwerpunkte, auf die man sich auch weiterhin konzentrieren will. "Die Messe Wels hat eine derartige Zugkraft, dass wir die Betten in einem Umkreis von 30 Kilometern anfüllen", ist Jungreithmair stolz. Bis Ende 2018 will man 230.000 jährliche Nächtigungen erreichen. "Man muss aber größer denken", meint Jungreithmair. "Um im Konkurrenzkampf mit Wien schlagkräftig zu bleiben und große Veranstaltungen zu uns holen zu können, müssen wir den oberösterreichischen Zentralraum langfristig als unser Ziel definieren."

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