07.08.2017, 15:34 Uhr

Grießnockerlaffäre: "Franz und Rudi" im Welser Star Movie

Die Hauptdarsteller und Publikumslieblinge Simon Schwarz und Sebastian Bezzel ließen Fan-Herzen höher schlagen. (Foto: Star Movie)

Bei der Premiere der "Grießnockerlaffäre" konnten Fans Simon Schwarz und Sebastian Bezzel hautnah erleben.

WELS. Franz und Rudi sind zurück! Dorfsheriff Franz Eberhofer (Bezzel) und Privatermittler Rudi Birkenberger (Schwarz) sind nach „Dampfnudelblues“, „Winterkartoffelknödel“ und „Schweinskopf al dente“ mit "Grießnockerlaffäre" wieder in den Kinos. Die vierte Verfilmung der Romanreihe von Rita Falk feierte am 4. August im Welser Star Movie eine besondere Premiere. 500 Fans des skurrilen Ermittlerduos konnten nicht nur Eberhofers original Polizeiauto bewundern, sondern auch die beiden Hauptdarsteller persönlich erleben und gemeinsame Selfies machen. Als "Gustostückerl" durfte jeder Besucher nach der Vorstellung mit seiner eigenen Grießnockerlsuppe nach Hause gehen. Simon Schwarz nahm sich zudem die Zeit der BezirksRundschau einige Fragen zu beantworten.

BRS: "Grießnockerlaffäre" ist bereits die vierte Verfilmung der Krimireihe. Baut man mit der Zeit eine Verbindung zum eigenen Charakter auf? Wie viel von Simon Schwarz steckt in Rudi Birkenberger und wie viel von Rudi Birkenberger steckt in Simon Schwarz?
Schwarz: Eigentlich versuche ich immer eine Verbindung zu dem jeweiligen Charakter aufzubauen, weil ich sonst die Figur nicht verstehen würde und in Folge dessen auch die Rolle nicht annehmen dürfte. Deshalb steckt im Rudi Birkenberger so viel oder so wenig wie in jeder anderen Figur, die ich spiele. Aber der private Simon Schwarz ist eine völlig andere Person. Es ist nur so, dass ich während der Dreharbeiten und der Vorbereitung immer mehr den Charakter der Figur, die ich spiele, annehmen. Was je nach Charakter sehr unangenehm für mein Umfeld werden kann. Im Fall des Birkenberger Rudi ist das aber sehr liebenswert, hoffe ich.

Gab es bisher einen Lieblingsteil, beziehungsweise gibt es noch ein Buch von Rita Falk, welches Sie besonders gern verfilmen würden?
Lieblingsteil ist immer der, der gerade ansteht als nächster gedreht zu werden, also aktuell "Sauerkrautkoma". Weil mir das Arbeiten mehr Spaß macht, als das Zurückdenken an das, was war.

Vom Anspruch her sind die Rita Falk-Verfilmungen wahrscheinlich etwas anderes, als beispielsweise "Der Traum von Olympia" oder "Der Weg zum Kilimandscharo". Wie schwer ist es, sich alljährlich wieder in "den Rudi" hineinzuversetzen, wenn man beispielsweise gerade einen Vater gespielt hat, der versucht mit einem Kletterabenteuer die Beziehung zu seiner Tochter zu kitten?
Nein, da muss ich widerspreche. Was den Anspruch angeht. Das mag für den Zuseher so sein, aber für mich ist jede Situation beim Dreh eine Emotion, die ernst zu nehmen ist. Ich mache den Film nicht lustig oder traurig. Es sind die Umstände. Was ich damit sagen will ist, in einer Komödie ist eine Bedrohung die gleiche Emotion wie in einem Drama.
Und wie leicht es ist, sich in den Rudi zu versetzen – es fällt mir nicht schwer, weil ich mich jedesmal so sehr auf das Wiedersehen mit Sebastian und allen anderen freue, das hilft mir sehr dabei.

Die Filmreihe hat neben Bayern auch in Oberösterreich eine sehr große Fangemeinde. Was genau macht für Sie den Erfolg dieser "Provinz-Kriminalgeschichten"?
Erstens ist mit einem erfolgreichen Roman im Rücken natürlich schon mal ein großer Teil erledigt. Zweitens glaube ich, dass wir Figuren spielen, die die Leute so oder so ähnlich selbst kennen. Und drittens, wenn ich das wüsste, dann würde ich nur noch erfolgreiche Filme machen. Das tue ich aber leider nicht. Ich glaube, dass es niemand wirklich so genau weiß.

Wir Oberösterreicher und unsere bayrischen Nachbarn haben ja nicht nur eine geografische Verbindung. Würden Humor und Setting der Filme auch in anderen Ländern und Sprachen funktionieren? Etwa wie aktuelle französische Komödien?
Ich denke eigentlich schon, weil das archaische Grundmuster der Figuren in diesem Dorf und Familienverband wahrscheinlich in der französischen Provinz genauso funktioniert.

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